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Kanton Luzern: Stärkstes Bevölkerungswachstum seit 1992

Ende 2008 lebten im Kanton Luzern insgesamt 368′657 Menschen, 5′255 mehr als ein Jahr zuvor. Nachdem die Bevölkerungszahl bereits im Vorjahr deutlich angestiegen war, wuchs die ständige Wohnbevölkerung erneut um 1,4 Prozent. Dies entspricht der stärksten Zunahme seit 1992.

Ein starkes Wachstum wiesen die Regionen Unteres Wiggertal und die Luzerner Rigigemeinden aus. Aber auch die Stadt Luzern wuchs zum fünften Mal in Folge, wie LUSTAT Statistik Luzern mitteilt. Etwa 81 Prozent des Bevölkerungszuwachses sind auf den Wanderungssaldo (Zuzüge minus Wegzüge) und die Statuswechsel ausländischer Personen zurückzuführen. Der Rest geht auf die seit 2006 wieder zunehmenden Geburtenzahlen zurück.

Schön ists....in Luzern

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Starke Zuwanderung aus dem Ausland
Im Jahr 2008 sind im Kanton Luzern 3′935 migrationsbedingte Neuzugänge zur ständigen ausländischen Wohnbevölkerung zu verzeichnen. Davon geht der Hauptteil auf den Wanderungsgewinn (Zuzüge minus Wegzüge) von 2′534 Personen zurück. Zudem haben 1′401 Kurzaufenthalter/innen ihren Aufenthaltsstatus in eine Jahresaufenthaltsbewilligung umgewandelt. Damit hat sich der Wanderungsgewinn gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt; die Statuswechsel sind dagegen um fast
30 Prozent zurückgegangen.

Die aus dem Ausland zugewanderten Personen stammen mehrheitlich aus europäischen Ländern. Mehr als die Hälfte (1′952 Personen) sind aus Deutschland zugewandert. Weitere Herkunftsländer sind Portugal (260), Serbien (241) und Italien (106). Ende 2008 leben insgesamt 59′650 Ausländerinnen und Ausländer im Kanton Luzern, 2′455 mehr als im Vorjahr. Die 1′290 Kurzaufenthalter/innen mit einer Aufenthaltsbewilligung von weniger als einem Jahr sind darin nicht eingerechnet.

Nettozuwanderung aus anderen Kantonen hält an
Bei den Personen schweizerischer Nationalität erfolgte die Nettozuwanderung von insgesamt 593 Personen (inkl. Wanderungen unbekannter Destinationen) hauptsächlich aus den Kantonen Zug (212), Schwyz (107) und Aargau (112). Der Kanton Luzern weist damit gegenüber dem Kanton Zug zum dritten Mal in Folge einen positiven Wanderungssaldo auf, der sich zudem gegenüber dem Vorjahr um 63 Personen erhöhte. Positiv und auf vergleichbarem Niveau wie im Jahr 2007 bleiben die Wanderungsbilanzen gegenüber den Kantonen Uri, Nid- und Obwalden. Mehr abgewandert als zugezogen sind jedoch erneut 116 Personen in den Kanton Zürich und ­ anders als im Vorjahr ­ in die Kantone Bern (-63 Personen) und Freiburg (-15).

Erneut mehr Geburten gezählt
Im Laufe des Jahres 2008 sind 2′752 Personen gestorben, 24 weniger als ein Jahr zuvor. Die Geburten stiegen dagegen auf 3′815 Neugeborene. Das sind 175 Lebendgeborene mehr als im Vorjahr und entspricht dem höchsten Wert seit 1999. Insgesamt war der Geburtenüberschuss (Geburten minus Todesfälle) in der Höhe von 1′063 für rund 19 Prozent des diesjährigen Bevölkerungswachstums verantwortlich. Ausschlaggebend für das natürliche Bevölkerungswachstum waren vor allem die
3′126 Geburten der schweizerischen Bevölkerung. 2008 wurden damit 196 mehr Neugeborene als ein Jahr zuvor gezählt (+6,7%). Bei der ausländischen Bevölkerung sind die Lebendgeburten im gleichen Zeitraum von 710 auf 689 zurückgegangen(-3%).

Unteres Wiggertal und die Luzerner Rigigemeinden wachsen erneut stark
Das Bevölkerungswachstum ist ungleichmässig auf die Regionen verteilt. Die ausgeprägtesten Zunahmen zeigen sich wie im Vorjahr im Unteren Wiggertal (+2,7%) und in den Luzerner Rigigemeinden (+2,1%). Der Anstieg der Wohnbevölkerung ist hier zu grossen Teilen oder sogar ausschliesslich durch die Zuwanderung bedingt. In der Planungsregion Sempachersee-Surental-Michelsamt, die mit einer Bevölkerungszunahme von 1,8 Prozent ebenfalls überdurchschnittlich zugelegt hat, spielt auch der Geburtenüberschuss eine wichtige Rolle: Über 37 Prozent des Anstiegs gründen hier in der Überzahl der Geburten gegenüber den Todesfällen. Die
Stadt und Planungsregion Luzern sowie die Region Seetal sind im Kantonsdurchschnitt gewachsen. Für die Stadt Luzern ist dies das fünfte Mal in Folge, dass die Bevölkerung wächst. Die stärkste absolute Zunahme bei der Bevölkerungszahl hat in den Stadtkreisen Neustadt / Voltastrasse (+179), Maihof / Rotsee (+111) sowie Hochwacht / Zürichstrasse (+96) und Unterlachen / Tribschen (+93) stattgefunden. Auch hier ist das Wachstum wesentlich auf den Wanderungssaldo zurückzuführen. Das Entlebuch ist für einmal nicht von einer Abwanderung betroffen (+0,4%), ist aber wie Rottal-Wolhusen (+0,5%) und das Luzerner Berggebiet (+0,8%) unterdurchschnittlich gewachsen.

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