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Attraktivität von Onlinepoker sinkt

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Eine unabhängige Studie zeigt starken Rückgang des Schweizer Onlinepokermarktes.Trotz der Gruppe an intensiven Onlinepokerspielern ist der Markt von 2010 auf 2013 um 9,5 Millionen Dollar auf 18,5 Millionen Dollar geschrumpft.

Die Regulierung des Schweizer Onlinepokermarktes wird derzeit intensiv diskutiert. Aktuell verfügbare Marktanalysen sind jedoch oft aufgrund politischer Interessen verzerrt und überschätzen die Marktgröße. Academicon hat daher eine politisch und wirtschaftlich unabhängige Untersuchung des aktuell unregulierten Onlinepokermarktes der Schweiz durchgeführt.

Als Grundlage der Studie dient die Onlinepokerdatenbank der Universität Hamburg (OPD-UHH), die in Zusammenarbeit mit dem unabhängigen Marktbeobachter PokerScout erstellt wurde. Basierend auf Daten zum Konsumverhalten werden die Prävalenz und Marktgröße von Onlinepoker in der Schweiz abgeleitet. Zudem wird eine Interpretation vor dem Hintergrund regulatorischer Ziele durchgeführt. Die Studie bietet damit wichtige Informationen für strategische Entscheidungsträger im Umfeld des Schweizer Onlinepokermarktes.

Die Ergebnisse der Studie zeigen einen starken Rückgang des Schweizer Onlinepokermarktes. 2010 wurden noch 28 Millionen Dollar beim Onlinepoker verspielt, 2013 waren es nur noch 18,5 Millionen. Dies lässt sich sowohl auf einen Rückgang der reinen Anzahl an Onlinepokerspielern, als auch auf einen Rückgang des Spieleinsatzes pro Spieler und Jahr zurückführen.

Die Analyse des Verhaltens der Spieler zeigt zudem, dass die meisten Konsumenten nur selten spielen und dabei auch nur geringe Spieleinsätzen. Eine kleine Gruppe an intensiven Spielern besitzt treibenden Einfluss auf den Markt: 1% der Spieler verursachen 40% des Spielvolumens. "Dies ist ein Hinweis sowohl auf Spielsüchtige als auch auf professionelle Spieler" sagt Dr. Ingo Fiedler, Autor der Studie.

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