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Enormes Wachstum: die Automatisierung schreitet voran

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Immer mehr Unternehmen in der Schweiz setzen auf Roboter. Die Maschinen sind so intelligent, dass sie selbst komplexe Arbeiten übernehmen und mehrere menschliche Mitarbeiter ersetzen können. In der Branche für Robotik und Automation sorgt der Boom für eine starke Nachfrage nach Arbeitnehmer. Ausgezeichnete Zeiten für IT-Berufe in der Industrie.

Ausgezeichnet sind die Zeiten auch für die Produzenten von Roboter sowie für die Betriebe in der Schweiz, die auf intelligente Maschinen setzen. Für einfache Fachkräfte und kleine Unternehmen ist der Druck indes enorm. Wie ist der Stand der Automatisierung in der Schweiz?

Die Roboter-Dichte steigt
Weltweit verzeichnet die Robotik-Branche eine erhebliche Nachfrage. Das lässt sich einfach an der sogenannten Roboter-Dichte erkennen. Sie beschreibt, wie viele Roboter auf wie viele Beschäftigte in der Industrie kommen. Zuletzt ist dieser Welt deutlich gestiegen. Im deutschen Nachbarland betrug dieser Wert 2018 300 Roboter auf 10.000 Beschäftigte. Das bedeutet den Spitzenplatz in Europa - und weltweit den Sprung auf das Treppchen. Nur in Singapur und Südkorea ist die Roboter-Dichte höher.

Und wie steht die Schweiz da? Die Eidgenossen partizipieren derzeit noch zu wenig von der Automatisierung durch die Robotik. Während die weltweite Roboter-Dichte in den letzten Jahren um durchschnittlich 12 Prozent gestiegen ist, ist der Anstieg in der Schweiz gering. Mit 128 Robotern auf 10.000 Mitarbeitern liegt das Land im weltweiten Vergleich auf einem hinteren Platz in den Top 20. Die ehemaligen Staaten des Ostblocks - Tschechien, Slowenien und die Slowakei - liegen im Vergleich noch vor der Schweiz.

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Automobilindustrie als Antreiber
Der Grund für die geringe Automatisierung durch Roboter in der Schweiz ist historisch bedingt. Ende 1970er Jahre begannen die ersten Unternehmen, maschinelle Arbeiter in ihren Unternehmen zu beschäftigen. Antreiber war von Beginn an die Automobilindustrie. Je höher der Stellenwert der Branche ist, umso weiter vorn liegen die Staaten bei der Roboter-Dichte. Ein Grund, warum Deutschland in Europa spitze ist und Südkorea ganz vorn liegt.

In der Schweiz sind traditionell andere Branche führend. Wer an die hiesige Industrie denkt, dem fallen sofort die typischen Produkte des Landes ein - Uhren, Kosmetik und leckere Schweizer Schokolade. Je kleiner die Produktionszahlen sind, desto schwieriger ist zudem die Automatisierung von Geschäftsprozessen.

Robotik gewinnt an Bedeutung
Den Rückstand auf die Weltspitze macht die Schweizer langsam wett. In der Logistik- und Lagerwirtschaft ist die Zahl von Robotern zuletzt deutlich gestiegen. Jedoch nicht primär im Fertigungsbereich, in dem überwiegend Maschinen eingesetzt werden. Viele Unternehmen können die hohe Nachfrage nicht mehr bedienen. Auf der Suche nach Lösungen setzen sie auf die Robotik.

Kleine Unternehmen sind nicht zwingend die Verlierer dieses Trends. Die Zielgruppe der kleinen und mittelständischen Unternehmen hat die Roboterbranche längst für sich entdeckt. Eingesetzte Kleinroboter zeichnen sich durch ihre einfache Integration und simple Bedienbarkeit aus. Kleine Roboterzelle können monotone und sich ständig wiederholende Arbeiten schnell übernehmen. Ausgestattet mit allerhand Technik wie Sensoren und Zeitrelais mit einer integrierten Zeitverzögerung übernehmen die Roboter auch in kleinen Unternehmen eine wichtige Rolle. Ein Jobverlust ist damit nicht zwingend einhergehend. Durch die Spezialisierung und Qualifizierung sinkt die Zahl der Beschäftigten durch die Automatisierung nicht notwendigerweise.

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