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Binden und Tampons - ciao

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image Praktisch, umweltfreundlich, poppig-bunt - die Menstruationsbecher, auch Cups genannt, sind den Bedürfnissen moderner Frauen angepasst.

Ein Menstruationsbecher - was ist das denn? Diese Frage stellen sich die meisten Frauen, wenn sie den Begriff das erste Mal hören.

Hierzulande ist die Alternative zu herkömmlichen Monatsbinden und Tampons bisher kaum bekannt. Dabei bietet sie in ökologischer, medizinischer und finanzieller Hinsicht einige Vorteile. Sie ist keine völlig neue Erfindung, sondern wurde fast zeitgleich zum "normalen" Tampon 1932 entwickelt, geriet dann allerdings in Vergessenheit. Mittlerweile wird der Menstruationsbecher, auch -tasse oder -cup genannt, gerade wieder entdeckt.

Unschöner Name, tolle Sache

Hinter dem etwas unvorteilhaften Namen steckt ein praktisches Produkt für die weibliche Periode: Der kleine Becher aus flexiblem Kunststoff wird zusammengedrückt eingeführt, enfaltet sich in der Vagina mit der Öffnung nach oben und fängt so das Blut im Inneren auf. Am Griffstück wird er dann entfernt, ausgespült und wiederverwendet. Im Handel sind Menstruationstassen noch schwer zu finden, doch man kann sie einfach im Internet bestellen - etwa über den Online-Shop des Herstellers, www.meluna.eu.

Sie bestehen aus gut verträglichen, medizinisch zertifiziertem Material und halten viele Jahre. Das macht sie umweltfreundlich, denn es entsteht praktisch kein Müll - während eine Frau sonst im Laufe ihres Lebens die immense Zahl von rund 12.000 Tampons oder Binden verbraucht. Darüber hinaus schonen die Cups den Geldbeutel. Den Anschaffungspreis hat man schon nach kurzer Zeit wieder eingespart.

Medizinische Vorteile

Auch medizinisch gesehen sind Menstruationsbecher empfehlenswert. So trocknen sie im Gegensatz zu Tampons nicht die Scheide aus und minimieren außerdem das Risiko, am toxischen Schock-Syndrom - einer durch Tampons verursachten Infektion - zu erkranken. Dabei sind sie diskret, bequem und können bis zu 12 Stunden getragen werden. Selbst Sportarten wie Reiten, Schwimmen, Biken oder Joggen sind kein Problem. Und auf Reisen entfällt zusätzliches Gepäck durch die üblichen Monatshygiene-Artikel. Kein Wunder, dass die Anhängerschaft der Cups stetig wächst.

Alternativen für die Regel

Alle Tage wieder greifen Frauen zu Wegwerf-Binden und Tampons. Doch es gibt auch andere Möglichkeiten. Das beschränkt sich nicht nur auf die sogenannten Menstruationsbecher. Eine weitere Variante sind waschbare Binden, die aus absorbierendem Baumwollflanell und feuchtigkeitsundurchlässigem, beschichtetem Polyester bestehen. Außerdem gibt es wiederbenutzbare Naturschwämmchen und Soft-Tampons für hygienischen Intimverkehr während der Regel.

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