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Zeit für eine Welt-Diät?

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Die Menschen werden immer dicker. Diese Erkenntnis betrifft nicht nur wohlhabende Länder wie Deutschland oder die USA, auch in Entwicklungsländern nimmt das Körpergewicht immer weiter zu, wie das Overseas Development Institute kürzlich veröffentlich hat. Seit 1980 hat sich die Zahl der Menschen in Entwicklungsländern, die an Übergewicht leiden, fast vervierfacht. Die Zahlen sind erschreckend, zumal mit Fettleibigkeit das Risiko ansteigt, bestimmte Krankheiten zu erleiden, die das Leben bedrohen können.

Fettleibigkeit durch Zucker
Das Institut hat herausgefunden, dass schon 2008 einer von drei Erwachsenen übergewichtig oder fettleibig war. Auch wenn es seltsam klingt, waren in Entwicklungsländern mehr Übergewichtige zu finden als in reichen Ländern. In Nordafrika, im Mittleren Osten und in Lateinamerika fallen die Menschen mit zu viel Gewicht besonders auf. Als Teil der Ursache wird der Anstieg des Zuckerverbrauchs und der Konsum von anderen Süssstoffen gesehen, der zwischen 1961 und 2009 um mehr als 20 Prozent pro Person gestiegen ist. In Süd-Korea hingegen haben sich die Ernährungsgewohnheiten dank Kampagnen der Regierung dahingehend geändert, dass im Vergleich zu 1980 jetzt 300 Prozent mehr Früchte und zehn Prozent mehr Obst gegessen wird – ein Trend, dem viele Länder folgen sollten.

Übergewicht wird anhand des Body-Mass-Index berechnet. Das Körpergewicht wird hierbei in Relation zur Grösse gesetzt, wodurch sich Werte ergeben. Liegt dieser Wert über 25, wird von Übergewicht gesprochen; Adipositas liegt vor, wenn ein BMI von über 30 vorhanden ist.

Belastung der Gelenke
Dass Übergewicht nicht gesund ist, ist vielen Menschen bewusst. Allerdings wissen sie häufig nicht, welchen Risiken sie sich aussetzen und dass ihr Leben unter Umständen bedroht ist. Aufgrund des höheren Gewichtes werden zum einen die Gelenke stärker belastet. Abnutzungserscheinungen sind möglich, wodurch schon in relativ jungem Alter Operationen stattfinden, in denen die Gelenke gegen Prothesen ausgetauscht werden.

Erkrankung von Organen
Durch die oft erhöhten Blutfettwerte kommt es aber ausserdem zu einem gesteigerten Risiko, einen Schlaganfall oder Herzinfarkt zu erleiden. Die Gefahr, an einem Herzinfarkt zu sterben, ist relativ gross. Wer einen Schlaganfall überlebt, muss damit rechnen, bleibende Schäden in Form von Lähmungen, Sprach- oder Sehstörungen oder ähnlichem zurückzubehalten. Häufig sind diese Schäden zwar durch Physio- und Ergotherapie zu lindern, dafür ist jedoch eine grosse Ausdauer nötig.

Auch Diabetes mellitus tritt bei Menschen mit Übergewicht häufiger auf. Auf den ersten Blick scheint dies für die Betroffenen kaum ein Problem zu sein, da sie ihren Zuckerwert mit Hilfe von Medikamenten regulieren können, dennoch kann es auch hier zu Langzeitschäden kommen. Die Nieren, Augen und Blutgefässe können betroffen sein. Der Graue Star beispielsweise tritt laut Diabetes-ratgeber.net nicht häufiger bei Zuckerkranken auf, dafür aber einige Jahre früher.

Die Ernährung zum Positiven zu verändern, ist leichter als gedacht. Gleichgesinnte finden sich oft in einer Community, wo Erfahrungen und Rezepte ausgetauscht werden können. Auch Erfolge und Rückschläge lassen sich hier besprechen, sodass nie das Gefühl entsteht, die Betroffenen sind allein mit ihren Problemen.

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