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Selfies deuten auf eine psychische Störung hin

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Machen sie ständig Selfies von sich und posten die in sozialen Netzwerken? Dann könnten Sie psychisch krank sein. Die Begeisterung für Selfies ist jetzt offiziell als psychische Störung anerkannt worden.

Prominente die gern ihren verschwenderischen Lebensstil zeigen und normale Menschen nutzen sie, um ihre Bewegungen auf Social Media Websites zu dokumentieren. Jetzt haben Psychologen von "The Priory London" und der amerikanischen Psychologist-Association herausgefunden, dass Selfies keine Sucht sind, sondern eine obsessiv-kompulsive Störung. Zwei Drittel der Patienten mit Körperbildstörungen müssen zwanghaft von sich selbst Fotos machen.

Die Experten haben die Angewohnheit Selfies zu machen, mit anderen psychischen Erkrankungen verglichen und haben festgestellt, dass Personen die regelmässig auf der Suche nach dem perfekten Bild seien, in einigen Fällen sehr krank sind.

Ein führender Psychiater sagte, die Mehrheit der Patienten die er mit Körperintegritätsstörung behandelt hätte, würde eine grosse Anzahl Selfies von sich machen. In einem besonders krassen Fall hat der britische Teenager Danny Bowman versucht Selbstmord zu begehen, weil er mit seinem Auftritten in den Selfies unzufrieden war. Gegenüber dem Sunday Mirror sagte er: "Ich war ständig auf der Suche nach dem perfekten Selfie und als ich dachte ich bekomme es nicht hin, wollte ich sterben."

Er war so verzweifelt, dass er 10 Stunden am Tag mehr als 200 Selfies von sich aufnahm, um das perfekte Bild zu finden. Diese Angewohnheit, die im Alter von 15 Jahren begann, liess ihn in der Schule versagen und mehrere Kilo Gewicht verlieren. "Ich verlor meine Freunde, meine Ausbildung, meine Gesundheit und fast mein Leben". Zum Glück gelang es seiner Mutter ihn zu retten, die ihn zwang sich Hilfe zu suchen, bevor er die Kontrolle über seine Angewohnheit verlor.

Die Wissenschaftler unterscheiden drei Ebenen der Störung:
Die episodische – ein Mensch fotografiert sich nicht weniger als dreimal am Tag, hängt die Bilder aber nicht in den sozialen Netzwerken auf; danach kommt die akute Störung.

Eine Person fotografiert sich nicht weniger als dreimal am Tag und publiziert die Bilder in den sozialen Netzwerken; dann tritt die chronische Phase ein.

Ein Selfie - Besessener verspürt den nicht zu kontrollierenden Wunsch sich rund um die Uhr zu fotografieren und die Bilder nicht weniger als sechsmal am Tag ins Netz zu stellen.

Menschen die sich ständig selbst fotografieren und die Bilder in den sozialen Netzwerken veröffentlichen, wollen damit die mangelnde Selbstachtung kompensieren, so die Psychologen. Sie benötigen dringend psychologische Hilfe bevor es zu spät ist. Freunde und Verwandte sollte sich nicht scheuen die Betroffenen auf eine mögliche schwere psychische Störung hinzuweisen.

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