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Symptomatik und Erkennungsmerkmale von Diabetes mellitus

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Diabetes mellitus gehört zu den häufigsten Volkskrankheiten. Der Diabetes mellitus ist eine chronische Stoffwechselerkrankung, die zu einer Erhöhung des Blutzuckerspiegels führt. Es wird in eine Typ-1- und Typ-2-Erkrakung unterschieden. Bei dem Diabetes Typ 1 handelt es sich um eine Autoimmunreaktion, die plötzlich auftritt und auch eine Prophylaxe ist nicht möglich. Der Typ - 1 - Diabetes tritt schon im
Kindes- und Jugendalter auf. Seltener ist er im Erwachsenenalter zu beobachten.

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Die Gefahr bei Diabetes besteht darin, dass sie
oft erst sehr spät erkannt wird. In der Schweiz sind Schätzungen zufolge etwa 500.000 Menschen von der Zuckerkrankheit betroffen. Weltweit leiden rund 366 Millionen Menschen darunter. Das sind 8,3 % der Weltbevölkerung, wobei die Tendenz steigend ist.

Welche Symptome sind typisch?

Für lange Zeit bleibt Diabetes unter Betroffenen unentdeckt, da sich gerade beim Typ - 2 - Diabetes keine wirklichen Beschwerden zeigen. Erste Anzeichen sind:
•    Häufiges Wasserlassen
•    starker Durst

•    Müdigkeit
•    Schwächegefühl

•    Trockene Haut
•    Stärkere Infektanfälligkeit

Beim Typ - 1 - Diabetes ähneln sich die Symptome. Ausserdem leiden Patienten zusätzlich häufig unter:
•    Rapidem Gewichtsverlust
•    Heisshungerattacken
•    Acetongeruch des Atems

Diabetes identifizieren

Im Laufe der Jahre haben sich die Diagnosetechniken vereinfacht. Messgeräte, die es rezeptfrei und kostengünstig in den Apotheken gibt, wären hierfür der erste Schritt. Sollte sich der Verdacht bestätigen, ist eine genauere Untersuchung durch den Arzt erforderlich. Dieser bestimmt ebenfalls den Blutzucker. Allerdings verlässt er sich nicht auf den Momentanwert, sondern stellt den Nüchternblutzucker und den Wert nach einer Mahlzeit ins Verhältnis. Ferner wird er eine Urinuntersuchung anordnen. Ihm stehen noch weitere Untersuchungsmethoden zur Verfügung – nasschemische und trockenchemische Methoden.

Gefahren durch unentdeckten Diabetes

Diese Erkrankung ist durch ihren schleichenden Verlauf besonders gefährlich. Oftmals wurden im Körper der Betroffenen schon erhebliche Schäden angerichtet. So können in Folge auftreten:
•    Ablagerungen in den Gefässen
•    Schädigung der Nieren
•    Nervenschädigungen
•    Minderung des Sehvermögens
•    Bewusstlosigkeit
•    Koma

•    Erektionsstörungen

Gefässablagerungen können langfristig eine Amputation nach sich ziehen.
Nachdem das Sehvermögen sich verschlechtert hat, kann es bis zum Erblinden kommen. Konsequenzen von Nierenversagen sind unter anderem Ödeme oder eine Sepsis.

Wie ist eine Früherkennung möglich?

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Entscheidend ist ein intensives Bewusstsein für den Körper und die Gesundheit – Signale sollten immer Ernst genommen werden. Zudem wurden vor allem in den letzten Jahren im Bereich der medizinischen Messtechnik viele Fortschritte
erzielt. War es noch vor nicht allzu langer Zeit dem Arzt vorbehalten den Zucker zu messen, kann
dies regelmäßig von jedem Menschen vorgenommen werden. Dazu muss sich der Betroffene natürlich über Messwerte bzw. Normalwerte bewusst sein:
•    Unterzucker: < 70mg/dl bzw. <3,9mmol/l
•    Normalzucker (vor einer Mahlzeit): 60-100mg/dl bzw. 3,3-5,5mmol/l
•    Normalzucker (nach einer Mahlzeit): 90-140mg/dl bzw. 5-7,8mmol/l
•    Überzucker: > 160mg/l bzw. > 8,8mmol/l

Den meisten Blutzuckermessgeräten liegen diese Informationen bei. Es werden Blutzuckermessgeräte angeboten, bei denen die Werte in mg/dl und auch in mmol/l, ausgegeben werden. Am gebräuchlichsten, auch international, ist die Messung in mmol/l. Online werden hierzu Rechner angeboten, welche die Einheiten kostenlos umrechnen. Die beiden Formeln, für diejenigen, die es selbst umrechnen möchten, lauten: 5mg/dl x 0,055 = mmol/l mmol/l x 18,02 = mg/dl

Was also tun um Diabetes rechtzeitig zu erkennen?

Gravierend sind die Schäden, die durch einen spät erkannten und unbehandelten Diabetes entstehen können. Dabei ist es mittlerweile vergleichsweise einfach, die Erkrankung früh zu erkennen. Geringe Anzeichen des Körpers müssen beachtet werden und entsprechende Massnahmen getroffen werden. Die Anschaffung eines Blutzuckermessgerätes und die regelmässigen Messungen genügen, um dieser Gefahr zu entgehen. Die Handhabung der Messgeräte ist denkbar einfach und nahezu schmerzlos. Beratungen hierzu werden meist kostenlos in den Apotheken angeboten.

Bildquellen
Bild 1: bikeriderlondon (shutterstock.com)
Bild 2: mayamaya (shutterstock.com)

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