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Sportverletzungen nach der PECH-Regel behandeln

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Häufiger als man denkt kommt es im Sommer zu Verletzungen. Insgesamt ereignen sich jedes Jahr rund 400'000 Sportunfälle, welche meist im Spital behandelt werden müssen. Die Spitzenreiter unter den Sportarten, bei denen es zu Unfällen kommt: Fussball, Unihockey und Volleyball. Mit dem Spitalvergleich von comparis.ch finden Pechvögel nun immerhin das für sie geeignetste Spital.

Einen Ball schnappen und raus ins Freie – im Sommer haben die meisten Sportarten Hochsaison, entsprechend Unfälle aber auch. Die Abteilung für Sportmedizin der Schulthess Klinik behandelte 2014 rund 1’500 sportassoziierte Unfälle. Zwei Drittel aller Verletzungen betrafen die Gelenke und ein Drittel der Behandlungen vordergründig muskuläre Verletzungen. Die Unfälle der unteren Extremitäten sind am häufigsten, seitens der Gelenke v.a. das Knie- und Sprunggelenk, seitens muskulärer Verletzungen v.a. die Oberschenkelmuskulatur. Als Gründe finden sich Verrenkungen der Gelenke oder muskuläre Überlastungen, welche zu den akuten Verletzungen führen.

Nicht immer erkennt man gleich, dass ein Band gerissen ist. Sichtbares Zeichen ist eine Schwellung, die für einige Tage anhält und von einem Sportmediziner oder Unfallchirurgen abgeklärt werden muss.

«Ein gerissenes Kreuzband wird heute nur noch bei (Leistungs-) Sportlern und Sportlerinnen, welche Spielsportarten ausüben oder bei welchen im Therapieverlauf eine Instabilität des Kniegelenks bestehen bleibt, operiert. Primär wird oft der konservative Therapieansatz mit intensiver Stabilisationstherapie unter physiotherapeutischer Anleitung bevorzugt. Auch ohne Operation beträgt die Rehabilitationszeit aber mehrere Monate, abhängig von der Sportart, welche wieder ausgeübt werden möchte», so Stefan Sannwald, Leitender Arzt Sportmedizin der Schulthess Klinik und Stellvertretender Leiter des Swiss Olympic Medical Center.

Schneller geht es bei einem Meniskusriss: Je nach Grad des Risses kann mit Physiotherapie oder operativ behandelt werden. Je nach Operation ist frühestens zwei bis drei Wochen nach dem Eingriff Sport (Velofahren) wieder möglich, manchmal braucht es aber auch vier bis sechs Wochen. Generell gilt bei Sportverletzungen: Leichte Schmerzen oder Schwellungen, die länger als zwei Tage bestehen, sollten auf jeden Fall von einem Facharzt abgeklärt werden. Bei Muskelfaserrissen oder Zerrungen reicht oft Physiotherapie und eine Sportpause (adaptierte sportliche Belastung) von mindestens zwei bis drei (Zerrungen) respektive 6 Wochen (Muskelfaserriss).

PECH-Regel

Bei der Ersten Hilfe nach Zerrungen, Prellungen und Bänderrissen heisst es, rasch handeln, und zwar nach der sogenannten PECH-Regel:

P steht für Pause – die verletzte Körperstelle sollte nicht mehr unnötig bewegt werden, um Blutungen und Schwellungen gering zu halten.

E bedeutet Eis – also die Stelle mit Eis oder kaltem Wasser zu kühlen. So kommt es zu einem Verengen der Blutgefässe. Das vermindert Blutungen und Schwellungen.

C für Kompression – ein Druckverband mit mässiger Spannung drückt das Gewebe zusammen und verhindert ebenfalls weitere Blutungen. Idealerweise ist das Kühlen mit der Kompression zu verbinden.

H steht für Hochlagern – das betroffene Körperteil sollte höher liegen als das Herz, damit das Blut aus der verletzten Stelle über die Venen zum Herzen fliessen kann; Schwellungen werden geringer.

Prävention


Vorbeugende Massnahmen sind sehr wichtig. «Einerseits sollten diese ein regelmässiges Grundlagenausdauertraining sowie Koordinations- und sportartspezifische Übungen enthalten. Andererseits ist vor jeder sportlichen Belastung (insbesondere für explosive (Spiel-)Sportarten) ein gutes Einwärmen/Einlaufen und idealerweise auch ein kurzes Auslaufen („Cooling down“) mit Dehnungs- und Beweglichkeitsübungen einzubeziehen», rät Stefan Sannwald. Beim Warm-up erhöhen sich Körpertemperatur und Puls – die stabile Muskeltemperatur beugt frühzeitiger Ermüdung der Muskeln vor, der Körper wird auf das Training vorbereitet. Beispielübungen sind etwa im Stand marschieren und dabei die Arme mitzunehmen, zehn bis 15 Minuten laufen oder die Knie im Stand anheben.

Wer vergleicht, weiss, worauf er sich einlässt

comparis.ch macht sich für die Mündigkeit der Patienten bei der Spitalwahl stark. Nicht jedes Spital ist für jede Behandlung und jedes Patientenbedürfnis das Passende. comparis.ch will mit dem Spitalvergleich den Patienten die beste Wahl ermöglichen. Zentrales Element sind die Bewertungen der Spitalleistungen durch die Patienten. Neu können auch die Leistungsarten im Bereich Orthopädie verglichen und bewertet werden. Wer also in der Sommersaison „Pech“ hat, hat nun mit dem Spitalvergleich von comparis.ch die Möglichkeit, neben den Bereichen Geburt und Herz auch Operationen am Knie, an der Hüfte oder an der Wirbelsäule zu vergleichen.

Foto: © luckyraccoon

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