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Diese Giftstoffe enthalten Zigaretten

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Obwohl sich wohl jeder der gesundheitlichen Auswirkungen des Rauchens bewusst ist, raucht immer noch etwa jeder vierte Schweizer. Doch welche Giftstoffe dabei mit einer Zigarette inhaliert werden, wird dabei selten bedacht.

Beim Rauchen bzw. dem Verbrennen einer Zigarette entstehen über 4.000 gesundheitsschädliche Stoffe. Etwa 250 davon gelten als giftig und wiederum 90 als karzinogen, also krebserregend. Zu den bekannten Karzinogenen zählen unter anderem:

•    Kadmium
•    Urethan
•    Naphtalin
•    Polonium 210

Weitere Inhaltsstoffe stehen zumindest im Verdacht Krebs zu begünstigen. Wiederum andere Inhaltsstoffe sind uns eher als Bestandteil anderer Erzeugnisse als der Zigarette bekannt. So wird z.B. Hydrazin elementar als Raketentreibstoff eingesetzt, N-Nitrosamine finden sich hingegen in gebrauchtem Motoröl und Gummi. Die giftige Blausäure wird teilweise in den VSA immer noch für Hinrichtungen verwendet und Ahrolin ist ein wichtiger Bestandteil von Tränengas.

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Teer

Wohl einer der bekanntesten gesundheitsschädlichen Inhaltsstoffe einer Zigarette ist Teer. Teer entsteht bei der Verbrennung von Tabak und ist ein Kondensat. In ihm sind wiederum unzählige karzinogene Stoffe enthalten. Im Körper setzt es sich an die
Flimmerepithel der Lunge und lähmt diese. Schmutz, Feinstaub und Erreger können ungehindert eindringen. Gleichzeitig können die schädlichen Partikel nicht aus eigener Kraft wieder ausgebracht werden. Der Körper versucht sich durch Husten vom Teerfilm zu befreien –  das bekannte Raucherhusten.

Polonium 210 und Blausäure

Polonium 210 Partikel sind gewöhnlich in der Luft zu finden, sie entstehen bei militärischen Versuchen und durch abgestürzte Satelliten. Sie lagern sich an Staubpartikel und in Folge auch an Tabakpflanzen, die sie über Blatthaare aus der Luft filtern. So konsumieren Raucher mit jeder Zigarette auch radiotoxische Substanzen. Polonium ist karzinogen und wird üblicherweise in Messgeräten und in sogenannten Alpha-Strahlern verwendet.

Blausäure wird eigentlich bei der Farbherstellung verwendet oder in den USA auch bei Hinrichtungen. Tiere können bereits bei kleinen aufgenommenen Mengen versterben und auch für Menschen ist das Toxin gefährlich. Der Körper reagiert auf Blausäure mit Schwindelgefühl, Erbrechen, heftigen Kopfschmerzen und Atemnot. Bei einer schweren Vergiftung kann es sogar zum Tod kommen. Gefährlich ist dabei, dass durch die Blausäure entstehende Salz ist Cyanid, welches für gewöhnlich zur Synthetisierung von Kunststoff benutzt wird.

Nikotin, Ammoniak und Acetaldehyd

Das Nervengift Nikotin macht süchtig, denn es regt die vegetativen Ganglien an und lähmt diese – ein Kreislauf der sich wiederholt. Aufgenommen wird Nikotin über die Blutgefässe in der Lunge. Über den Blutkreislauf gelangt es dann ins Gehirn. Nikotin wird unter anderem auch zur Schädlingsbekämpfung eingesetzt. Bereits eine Menge von 60mg kann für einen Erwachsenen tödlich sein.

Acetaldehyd und Formaldehyd entstehen bei der Verbrennung von in der Zigarette enthaltenem Zucker. Acetaldehyd hemmt die Bildung des Enzyms MAO-B. Das Enzym selber hemmt die Dopaminbildung. Wenn also der MAO-B Spiegel im Blut sinkt, kann mehr Dopamin gebildet werden. Dies trägt zu einer enormen Suchtsteigerung bei.

Acetaldehyd, wie auch Ammoniak, sind Krebs begünstigende Stoffe. Gemeinsam sind sie mit verantwortlich für das Absterben der Flimmerhärchen. Staub und Schmutz können nicht mehr gefiltert und aus der Lunge entfernt werden.

Kohlenstoffmonoxid, Benzol, Cadmium und Blei

Beim Rauchen entstehen zwei Ströme. Der Hauptstrom wird vom Raucher selbst inhaliert und der Nebenstrom geht in die Umgebungsluft über, er wird beim Passivrauchen inhaliert. In einem geschlossenen Raum, in dem geraucht wird, besteht die Luft für gewöhnlich zu 80% aus dem Nebenstrom. Tatsächlich gilt dieser sogar aus gefährlicher, da er eine höhere Konzentration an karzinogenen und giftigen Stoffen enthält. Hierzu zählen z.B. Kohlenstoffmonoxid, Blei, Cadmium oder Benzol.

Die Kohlenstoffmonoxidkonzentration im Nebenstrom ist doppelt so hoch wie im Hauptstrom. Kohlenstoffmonoxid ist ein Produkt von Verbrennung. Das im Blut befindliche Hämoglobin (rote Blutkörperchen), dessen Aufgabe der Sauerstofftransport ist, geht mit diesen eine Verbindung ein. So wird der Sauerstoffgehalt im Körper reduziert, das Herz muss das Blut schneller durch den Körper pumpen und der Blutdruck erhöht sich.

Benzol ist krebserregend und steht insbesondere in Verdacht Leukämie auszulösen. In Benzin wird Benzol als Antiklopfmittel verwendet.

Cadmium wird gewöhnlich in Batterien benutzt. Es gilt ebenfalls als krebserregend und reizt die Atemwege stark.

Blei ist ein Schwermetall, dass ebenfalls für Batterien verwendet wird. Es gitl als stark krebserregend und beeinträchtigt bereits isoliert in zu hoher Konzentration Organe und den Fötus in der Schwangerschaft.

Chemiecocktail hat fatale Folgen

Mit jeder gerauchten Zigarette verkürzt sich die Lebensdauer um durchschnittlich elf Minuten. Dabei greifen die Giftstoffe nicht nur die Atemwege und Organe entlang des Inhalationsweges an. Der Inhaltsstoff Cadiumchlorid führt langfristig zur Knochenerweichung. T-Zellen, körpereigene Abwehrzellen gegen Tumorbildungen, werden in ihrer Aktivität eingeschränkt. Neben inneren Schäden sind Folgen auch äusserlich zu erkennen. Die Haut altert schneller und wirkt fahl. Dazu sind Finger und Zähne oft vom Nikotin verfärbt.

Der Gedanke, mit Light-Zigaretten den Schaden zu minimieren ist dabei sogar ein Trugschluss. Desto „leichter“ die Zigarette, desto tiefer wird inhaliert. Dabei werden Stoffe inhaliert, die sich sonst in Benzin, Mottenkugeln, Raketentreibstoff, Schädlingsbekämpfungs- oder Konservierungsmitteln finden.


Bildquelle: ra2studio (shutterstock.com)

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