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Krampfadern: Ursachen und Symptome

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Wenn sich die oberflächlichen Venen unter der Haut erweitern und bläuliche Schlängelungen bilden, spricht man von Krampfadern. Schreitet die Veränderung fort, kann das unangenehme Folgen haben. Wie Sie die Symptome erkennen und welche Ursachen Krampfadern haben, lesen Sie in diesem Beitrag.

Krampfadern, auch medizinisch als Varizen, Varikosis oder Varikose bezeichnet, erkennt man an Knäueln und Aussackungen, die sich unter der Hautoberfläche bilden und besonders häufig an den Beinen anzutreffen sind. Sie können auch in anderen Körperzonen entstehen, beispielsweise im Bereich der Speiseröhre. Oft deuten Schwellungen in den Beinen und anhaltende Schmerzen auf Krampfadern hin. In der Speiseröhre können sie auch Blutungen verursachen.

Drei Formen von Krampfadern

Statistisch sind Frauen häufiger betroffen als Männer. Etwa 17 Prozent der Männer und 33 Prozent der Frauen leiden an zumindest leichten Veränderungen der Beinvenen. Häufig treten sie in Form von Besenreisern auf, das sind sehr feine verfärbte Äderchen. Grundsätzlich unterscheidet man drei Varianten:

  1. Perforans-Varizen: Die Venen an der Oberfläche des Gewebes stehen mit den tiefen Beinvenen in Verbindung. Die erweiterten Verbindungsvenen zwischen diesen beiden Ebenen nennt man Perforans-Varizen.
  2. Stammvenen- und Seitenast-Varizen: Bei den auffälligen Krampfadern mittelgrosser und grosser Venen spricht man von Stammvenen- und Seitenast-Varizen. Sie treten in vielen Fällen an der Innenseite der Ober- und Unterschenkel auf.
  3. Retikuläre Varizen: Diese Form der Krampfadern an den Beinen istweniger auffällig, nur wenige Durchmesser breit sind die betroffenen Venen, sie kommen am häufigsten an der Aussenseite der Ober- und Unterschenkel und in der Kniekehle vor.

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Auch wenn Krampfadern oft für die Betroffenen ein ästhetisches Problem darstellen, so sind sie doch in vielen Fällen harmlos. Mangelnde Beweglichkeit, zum Beispiel im Alter, kann die Symptome verstärken, sodass eine operative oder medikamentöse Behandlung notwendig erscheint. Operativ können Krampfadern entfernt werden, um die Blutzirkulation zu verbessern und die Schmerzen und Schwellungen zu lindern.

Bewegungsmangel und nachlassende Elastizität

Ursächlich für die Entstehung der Ausstülpungen ist oft die nachlassende Elastizität der Gefässwände in Verbindung mit Bewegungsmangel. Auch die Venenklappen können beschädigt sein. Sammelt sich nun Blut in den Beinvenen, kann dies nicht mehr wie gewohnt zurückfliessen und verursacht Beschwerden, angefangen bei einem Spannungsgefühl bis hin zu Venenentzündungen in besonders schweren Fällen.

Treten in der Folge häufiger schwere Beine auf, werden die Beine schneller müde und treten vermehrt Wadenkrämpfe auf, so kann dies ein Hinweis auf die Bildung von Krampfadern sein. Wasseransammlungen, sogenannte Ödeme, und ein schmerzhafter Blutstau markieren das nächste Stadium. Spätestens jetzt sollte ein Arzt konsultiert werden, um die Bildung offener Beingeschwüre oder Entzündungen der Venen zu verhindern.

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Richtig Vorbeugen

Oft kann mithilfe therapeutischer Massnahmen das Fortschreiten der Krankheit gestoppt und der Heilungsprozess eingeleitet werden. Regelmässiger Sport, regelmässige Pausen am Arbeitsplatz, um zu langes Sitzen zu vermeiden, sowie tägliche Wechselduschen können vorbeugend in den Tagesablauf integriert werden.

 

Bild 1: © istock.com/ionHector, Bild 2: © istock.com/robertprzybysz, Bild 3: © istock.com/JPC-PROD

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