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Hepatitis C: Vergütung der neuen Arzneimittel für alle Betroffenen

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Das BAG hebt die Einschränkung der Vergütung für die Arzneimittel EPCLUSA und HARVONI auf – im Gegenzug ist Gilead bereit, deutliche Preissenkungen zu akzeptieren. Ab 1. Oktober 2017 können deshalb alle Infizierten mit chronischer Hepatitis C unabhängig von Virentyp und Krankheitsstadium behandelt werden. Trotz Verdoppelung der Anzahl Behandlungen erwartet das BAG nur geringe Mehrkosten.

Bis 1. Juli 2017 hat die obligatorische Krankenpflegeversicherung (OKP, Grundversicherung) die neuen, wirksamen und sehr teuren Arzneimittel gegen Hepatitis C aus medizinischen und wirtschaftlichen Gründen nur vergütet, wenn die Lebererkrankung moderat fortgeschritten war oder wenn Symptome der Erkrankung ausserhalb der Leber auftraten. Per 1. Juli 2017 und per 1. September 2017 konnte diese Einschränkung für die ersten zwei Arzneimittel aufgehoben werden, womit 63 Prozent der Infizierten behandelt werden konnten. Mit ZEPATIER von Merck Sharp & Dohme und die zu kombinierenden VIEKIRAX + EXVIERA der AbbVie standen für Infizierte mit den Virus-Genotypen 1 und 4 zwei Arzneimittel uneingeschränkt zur Verfügung.

Per 1. Oktober 2017 werden nun auch die Einschränkungen für die Arzneimittel HARVONI und EPCLUSA aufgehoben. HARVONI kann zur Behandlung chronisch Infizierter mit Hepatitis C Virus Genotyp 1, EPCLUSA für alle Genotypen 1 bis 6 eingesetzt werden. Damit können künftig alle Infizierten unabhängig von Genotyp und Grad der Lebererkrankung mit den neuen Arzneimitteln behandelt werden. Die Aufhebung der Limitierung erfolgt, nachdem das BAG nach Gesprächen mit Gilead auch für HARVONI und EPCLUSA wirtschaftliche Preise festlegen kann.

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