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Absenzen: Schweizer fehlen im Durchschnitt an sieben Tagen pro Jahr

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Absenzen kosten Unternehmen Geld und weisen bei höherer Schlagzahl auf tiefergreifende Probleme hin. Mit einer ganzen Krankheitswoche pro Jahr liegen Schweizer über dem europäischen Mittelwert von jährlichen 4,5 Absenzen

Im internationalen Vergleich bleiben die krankheitsbedingten Belastungen der Schweizer Volkswirtschaft zwar relativ gering, aber an den Betrieben geht die jährlich durchschnittlich siebentägige Absenz ihrer Arbeitnehmer trotzdem nicht spurlos vorbei. Gegenmassnahmen können Fehlzeiten und Kosten reduzieren. Immer mehr Arbeitgeber fühlen sich zu lösungsorientierten Ansätzen aufgerufen.

 

Betriebliche Gesundheitsförderung macht Unternehmen wettbewerbsfähiger

Gesundheit ist gerade am Arbeitsplatz ein wichtiges Thema. Ob es um vorgeschriebene Hygienemassnahmen geht, oder die Kostenbelastung in Folge von Absenz: Schweizer Arbeitgeber sind angehalten, Verantwortung für die Mitarbeitergesundheit zu übernehmen. Aus dem klassischen Arbeitsschutz gehen ihre Grundpflichten in Form von Rechtsvorschriften hervor. Insbesondere drei Felder werden von wettbewerbsfähigen Betrieben berücksichtigt: der technische, medizinische und soziale Arbeitsschutz. Damit sich Absenzen zukünftig nicht häufen, ist die betriebliche Gesundheitsförderung mittlerweile eine wichtige Massnahme. So wie Handlungsspielraum am Arbeitsplatz die Mitarbeitermotivation fördert und dadurch Fehlzeiten positiv beeinflusst, unterstützt auch betriebliche Präventionsarbeit die Beschäftigungsfähigkeit der Arbeitnehmer.

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Fachkräfte in Land- und Forstwirtschaft fehlen am häufigsten

Das Bundesamt für Statistik erkennt die meisten krankheitsbedingten Absenzen innerhalb der Schweiz unter Fachkräften für Land- und Forstwirtschaft. Führungskräfte melden sich trotz vergleichsweisen hohen psychischen Druckes am seltensten krank, was sowohl an aufgabenbedingtem Verantwortungsgefühl als auch der vergleichsweisen hohen Entlohnung liegen könnte. Bei Hilfsarbeitern und Handwerkern bewegen sich die Absenzen scheinbar über denen von Büroangestellten und auch Maschinenführer fallen krankheitsbedingt häufig aus. Wesentlich seltener sind Fehltage in den akademischen Berufen, die keine körperliche Belastung für die Arbeitnehmer bedeuten.

Proaktive Bekämpfung und Stressmanagement dämmen Absenzen ein

Neben arbeitssicherheitstechnischen Massnahmen und Hygienestandards kann die proaktive Prävention spezifischer Leiden zur Reduktion gehäufter Absenzen beitragen. Das Ziel aller Präventionsmassnahmen ist die frühzeitige Eindämmung infektiöser Erkrankungen. Werden erkrankte Mitarbeiter nicht aktiv zum Daheimbleiben aufgefordert, riskieren Betriebe dadurch eine regelrechte Epidemie. Aus einem Mitarbeiter mit Erkältung oder Magen-Darm-Entzündung entwickelt sich so beispielsweise binnen kürzester Zeit eine ganze Abteilung, die zu Hause bleibt. Lieber wird die Fehlzeit eines einzigen Arbeitnehmers in Kauf genommen, als die der halben Firma. Angesichts der Stressentwicklung spielt im 21. Jahrhundert auch das Stressmanagement am Arbeitsplatz eine wichtige Rolle bei der Eindämmung krankheitsbedingter Absenzen. Einige Betriebe fördern Entspannungsmassnahmen, beispielsweise durch Betriebssport oder organisierte Meditationsgruppen. Auch Fachkräfte für Stressmanagement können lohnenswert sein.

 

Bild1: © Andriy Popov/123rf.com
Bild2: © Roman Iegoshyn/123rf.com

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