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Alkohol am Arbeitsplatz verursacht Kosten

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Die Arbeitswelt für die Alkoholproblematik zu sensibilisieren ist eines der Ziele des Nationalen Programms Alkohol 2008-2012 des Bundesamts für Gesundheit (BAG). Um das Problem zu veranschaulichen, bieten sich die Kosten als aussagekräftige Kenngrösse an.

Bisher haben Angaben über die finanziellen Auswirkungen des problematischen Trinkverhaltens am Arbeitsplatz gefehlt. Resultate einer entsprechenden Studie des BAG und der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt Suva, unterstützt durch das Staatssekretariat für Wirtschaft SECO, liegen nun vor.

Befragt wurden die Personalverantwortlichen von über 1300 Schweizer Unternehmen aus dem Industrie- und dem Dienstleistungssektor. Der problematische Alkoholkonsum verursacht bei den Arbeitgebern jährlich Kosten von einer Milliarde Franken. Das Gast- und das Baugewerbe sind am stärksten betroffen. Die Kosten gehen grösstenteils aus dem Produktivitätsverlust hervor.

85 Prozent der 1300 befragten Personalverantwortlichen sind überzeugt, dass Alkohol zu Problemen am Arbeitsplatz führen kann. Rund ein Drittel der befragten Unternehmen beschäftigt Mitarbeitende mit einem erkannten problematischen Konsum. Diese Zahlen beruhen auf Fremdeinschätzungen durch Personalverantwortliche.

Der Anteil der Mitarbeitenden mit einem problematischen Alkoholkonsum an der gesamten Stichprobe beträgt zwei Prozent. Hochgerechnet auf die 3.5 Millionen Erwerbstätigen in der Schweiz entspricht dies knapp 70 000 Personen.

In der Schweizerischen Gesundheitsbefragung von 2007, die auf der Selbsteinschätzung der Befragten basiert, gaben rund fünf Prozent der erwerbstätigen Personen an, einen problematischen Alkoholkonsum zu haben. Ähnliche Zahlen weisen Studien aus anderen Ländern auf.

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