Nachfrage nach Pflege zu Hause wird steigen
Eine neue Studie des Schweizerischen Gesundheitsobservatoriums zur Zukunft der Pflege im Alter zeigt, dass nicht nur die Zahl pflegebedürftiger Menschen stark zunehmen wird.
Schon jetzt zeichnen sich auch bedeutsame Veränderungen der Art der benötigten Pflege ab. Die Nachfrage nach Hilfe- und Pflegeleistungen zu Hause, etwa durch die Spitex, wird ansteigen. In der Folge wird die Pflege in Heimen noch später als heute und häufiger erst gegen das Lebensende beansprucht werden.
Selbst wenn sich die Gesundheit alter Menschen in den nächsten Jahren positiv entwickeln wird – beispielsweise dank medizinischem Fortschritt, verbesserter Gesundheitsvorsorge oder verstärkter präventiver Massnahmen – wird der Pflegebedarf stark ansteigen. Im besten Fall wäre 2030 mit knapp 170'000 Pflegebedürftigen zu rechnen. Bleibt die Dauer von Pflegebedürftigkeit trotz steigender Lebenserwartung im Alter konstant, erhöht sich die Zahl der pflegebedürftigen Alten zwischen 2010 und 2030 von rund 125'000 auf rund 182'000 (plus 46 Prozent). Im ungünstigsten Fall dürften im Jahr 2030 in der Schweiz sogar
230'000 Personen pflegebedürftig sein.



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