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Aktuelle Sommermode: Nicht nur für Dünne

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Die Erwartung, dass Frauen und Mädchen Diäten und Fitness-Workouts absolvieren müssen, um im Sommer eine "Bikini-Figur" zu haben, wird längst nicht mehr von allen Frauen akzeptiert. Einen "Beachbody" hat man, wenn man einen Körper hat und zum Strand geht, heisst es derzeit etwa in den sozialen Netzwerken. Folgt man den Kommentaren in den Medien, lautet das Credo inzwischen nahezu einheitlich: Bodyshaming war gestern. Viele sprechen sich in diesem Rahmen dafür aus, dass auch die Wahl der Sommer- und Strandmode nicht von den eigenen Massen abhängen sollte.

Dennoch ist es ab einer bestimmten Konfektionsgrösse gar nicht so einfach, passende und hochwertige Kleidung in unterschiedlichen Preisklassen und Stilen zu finden. Umso wichtiger ist es, dass das Thema inzwischen einen Weg in die Öffentlichkeit gefunden hat und Mode für jeden Stil und jede Figur angeboten wird. Hilfreich sind dabei auf Übergrössen spezialisierte Fachgeschäfte mit stationären Filialen und eigenem Webshop. Inzwischen erkennen immer mehr Händler, dass viele Frauen in regulären Modegeschäften nicht fündig werden und erweitern ihr Sortiment daher um weitere Konfektionsgrössen.

Auch internationale Sportswear-Marken wie Nike und Fabletics sprechen sich für ein umfangreicheres Grössensortiment aus. Einigen Kundinnen und Kunden sei es beispielweise wichtig, Teile ihres Körpers optisch zu strecken und andere wiederum zu betonen oder ihre Kurven hervorzuheben. Auf der anderen Seite gehe es bei Mode in grossen Grössen auch darum, Schnitte zu finden, die dem Körper Halt geben und perfekt sitzen. Das ist vor allem bei Sportbekleidung wichtig, wie die Hersteller der Nike Plus-Size-Kollektion betonen. So könne man nicht einfach kleine Kleidungsstücke nehmen und den gleichen Schnitt vergrössern. "Das funktioniert nicht, denn wie wir wissen, ist jede Gewichtsverteilung anders", zitiert MTV.ch die Vizepräsidentin von Nike, Helen Boucher. Da viele Frauen, die bisher verzweifelt nach passender und modischer Sportkleidung suchen mussten, von den neuen Kollektionen profitieren, lässt sich nur hoffen, dass in Zukunft noch weitere Modeunternehmen nachziehen.

Das Thema "Plus Size" bekommt bereits seit einigen Jahren mehr Aufmerksamkeit in der Modewelt. Seit kurzem werden zudem Geschichten von Models wie Liza Golden-Bhojwani publik, die nach ihrem Erfolg als "Size Zero"-Model auf eine Karriere als Plus Size-Model setzte. "Ich wollte zeigen, dass man nicht immer Gewicht verlieren muss, um gesund und glücklich zu werden. Manchmal ist es genau umgekehrt", erklärt Golden-Bhojwan, die nun rundum zufrieden mit Kleidergrösse 44 ist. Während sie zum Höhepunkt ihrer Karriere, zu dem sie auf nahezu allen internationalen Fashionshows als Model zu sehen war, nur ein Viertel von dem ass, was für eine erwachsene Frau als vollständige Mahlzeit gilt, so hat sie diesen Ernährungsstil heute abgelegt. Golden-Bhojwani lebt heute in Indien und steht bei verschiedenen Modelagenturen unter Vertrag.

 

Foto: © olesiabilkei

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