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Online Casinos in der Schweiz

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Für den Betrieb einer Spielbank in der Schweiz wird eine Konzession des Bundesrates verlangt. Online Casinos, die in der Schweiz keine Konzession besitzen, können durch die Einrichtung einer Sperre nicht mehr von Schweizer Spielern aufgerufen werden. So steht es im neuen Geldspielgesetz, das im Juni 2018 von 72,9 % der Schweizer Stimmbürger gut geheissen wurde.

Im neuen Glücksspielgesetz wurde auch geregelt, dass die Schweizer Spielbanken künftig Online Spiele anbieten dürfen, wenn sie dafür eine Konzession haben. Vor der Erteilung einer Konzession finden für die Online Casinos und für die 21 stationären Spielbanken intensive Zertifizierungsmassnahmen statt. Die ersten entsprechenden Genehmigungen wurden erteilt. Für in der Schweiz nicht konzessionierte Casinos wird nach § 86 des Geldspielgesetzes eine elektronische Sperre eingerichtet. Zuständig dafür ist die Eidgenössische Spielbankenkommission (ESBK). So ist gesetzlich geregelt, wie der Schweizer im Casino online spielen darf. Jeder, der online spielt, muss sich gemäss dem Geldspielgesetz persönlich identifizieren. Minderjährige sind für das Spiel nicht zugelassen. Online Casinos müssen das Alter durch geeignete Massnahmen kontrollieren. Darlehen oder Vorschüsse an die Spieler sind streng verboten. Üblich sind jedoch Boni, die bei den Erstregistrierungen an die Spieler verschenkt werden.

Die Faszination des Glücksspiels


Das Glücksspiel übt eine ungebrochene Faszination auf sehr viele Menschen aus. Gross ist die Verlockung mit einem jedenfalls zunächst überschaubaren Einsatz auf den Gewinn von Geld zu wetten. Packend ist der Augenblick, wenn die Kugel rollt, die Spielautomatenwalzen rotieren und das Ergebnis erwartet wird. Stolz und glücklich streichen die Gewinner den Gewinn ein, wer verliert, hofft einfach auf das nächste Mal. Es ist wohl auch der Reiz des Risikos, der fasziniert, denn vom Glück zum Unglück ist es immer nur ein kleiner Schritt.

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Schweizer Spielgewohnheiten


Nach einer Umfrage der Spielbankenkommission spielen etwa 70 % der Schweizer gelegentlich im Casino. Das entspricht etwa 4 Millionen Personen. Es werden Schweizer Lotterien, Tombolas, Automaten und Tischspiele gerne gespielt. Regen Zuspruch finden auch Schweizer Sportwetten, Casinos in der Schweiz und Online-Anbieter. Rund die Hälfte der Spieler investiert je Monat nicht mehr als 10 Franken, rund 40 % geben zwischen 10 und 99 Franken monatlich für das Glücksspiel aus. Männer, jüngere Personen und Personen mit niedrigem Bildungsniveau sind hinsichtlich der Spielsucht stärker gefährdet als andere Personen.

Sozialschutzmassnahmen im Schweizer Glücksspiel

Der prozentuale Anteil von Spielsüchtigen liegt bei etwa 0,2 % und damit niedriger als in anderen Ländern. Das grosse Glücksspielangebot n der Schweiz wird von Präventions- und Sozialschutzmassnahmen begleitet. Jede Spielbank muss ein Sozialschutzkonzept vorlegen, in dem alle zum Schutz der Spielerinnen und Spieler vorgesehenen Massnahmen aufgeführt werden. Diese Massnahmen müssen auf Information, Früherkennung, Selbstkontrolle und notfalls auch auf Spielbeschränkungen abzielen. Ihre Wirksamkeit ist durch laufendes Monitoring oder durch Studien zu verifizieren. In den Spielbanken gibt es speziell ausgebildetes Personal. In der Schweiz waren 2018 knapp 60.000 Personen für das Glücksspiel gesperrt. Die Spielersperren werden von den Spielbanken ausgesprochen. Das wird passieren, wenn ein Spieler überschuldet ist oder seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt, wenn er zu hohe Einsätze riskiert oder von denen durch die Meldung einer Sozialbehörde bekannt ist, dass sie spielsüchtig sind.

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