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Covid 19 und die Online-Porno-Industrie: die Anpassungen an die Corona-Krise

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Längst ist klar: Das Coronavirus, welches seit Anfang dieses Jahres die Runden macht, betrifft uns alle. Kein Land und keine Branche bleibt von der akuten Krisensituation unbetroffen – auch nicht das älteste Gewerbe der Welt. Wie passen sich die unterschiedlichen Akteure der Sex- und Pornoindustrie an die Krise an? Lernen Sie die unterschiedlichen Strategien und Ideen kennen, mit denen die Branche auf die aktuelle Situation reagiert.

In Zeiten, in denen das Coronavirus die Menschen global in eine Krisensituation geführt hat, müssen alle lernen sich an die schwierige Situation anzupassen. Privat lernen wir gerade viel auszuhalten und Bedürfnisse hintenanzustellen, um unsere Gesundheit zu bewahren. Doch auch im Beruflichen gilt es die Herausforderungen, die durch die Corona-Krise entstehen, mit Anpassungen zu meistern. So steigen viele Unternehmen auf neue Home-Office Konzepte um und werden kreativ. Dies ist jedoch nicht für alle Branchen möglich und viele Unternehmen leiden unter dem Coronavirus.

Die gesamte Porno- und Sexindustrie ist selbstverständlich auch von der Corona-Krise betroffen. Sexarbeiterinnen sind sowieso, auch in ihrem normalen Arbeitsalltag, einem hohen Ansteckungsrisiko ausgesetzt. Die neue Gefahr, sich mit dem Covid 19 Virus anzustecken, macht vielen Menschen, die in der Porno- oder Sexbranche arbeiten, einen Strich durch die Rechnung. Doch auch hier haben viele Akteure sich an die Situation angepasst und kreative Strategien gefunden, um den Online-Markt für Erwachsene auch in Krisenzeiten weiterhin zu befriedigen – im wahrsten Sinne des Wortes!

Wie motiviert man die Menschen dazu, zuhause zu bleiben?
Die Frage, wie man die Menschen dazu bringt zuhause zu bleiben und sich in den eigenen vier Wänden aufzuhalten, haben sich sicherlich auch die Betreiber der Porno-Website „Pornhub“ gestellt. Um die Isolation in Corona Zeiten zu vereinfachen, haben die Video-Anbieter ihr Premium-Angebot in vielen von Corona betroffenen Ländern freigeschaltet. Somit haben User Zugang zum Pornhub Premium Bereich, der normalerweise kostenpflichtig ist. Das erste Land, was davon profitieren durfte, war Italien. Während sich das Virus ausbreitete und immer mehr Länder heimsuchte, zeigten sich die Betreiber der Website auch mit diesen solidarisch und erweiterten ihr Angebot.

Dank dieses kostenlosen Premium-Angebots fühlt sich von nun an der ein oder andere Porno-Fan in seiner Isolation weniger allein und letztlich freut sich auch Pornhub über jeden neuen abgeschlossenen Account und jede Schlagzeile.

Der neuste Trend: Corona-Pornos
Wieder einmal zeigt die Pornoindustrie, dass auf sie Verlass ist. Sie befriedigt unsere naturgegebenen Wünsche. Aktuell bietet sie außerdem auch vermehrt sogenannte Corona-Pornos an. Damit bringt sie das Thema, dass sowohl in den Nachrichten und im Privaten sowieso Thema Nummer Eins ist, auch in das Erwachsenenbusiness. Auf Pornhub allein lassen sich unter dem Suchbegriff „Corona“ und „Covid 19“ rund 1200 Videos finden. Und die Nachfrage nach Videos, in denen Menschen zwar vorbildlich in Schutzkleidung auftreten aber dabei gleichzeitig die Regeln zum Mindestabstand brechen, scheint groß zu sein. Einen Fetisch für Latexhandschuhe und maskierte Menschen gab es auch schon vor dem Ausbruch des Virus, doch jetzt lassen sich diese in einen neuen Zusammenhang bringen.

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Von Catgirls zu Camgirls
Während die Anbieter von Porno-Websites also innovativ auf die Krise reagieren und damit am Ende wahrscheinlich sogar Gewinn machen, haben es die Unternehmen oder Unternehmerinnen, die normalerweise mit gesamtem Körpereinsatz in der nicht-virtuellen Welt ihr Geld verdienen, schwerer. Dazu gehören beispielsweise Escorts, die in ihrem normalen Arbeitsalltag auf persönliche Treffen angewiesen sind. Diese Treffen sind in Anbetracht des Ansteckungsrisikos momentan nicht nur unangebracht, sondern in den meisten Ländern untersagt. Bordelle, Escort-Agenturen, Massagesalons oder weitere Erotiklounges haben geschlossen.

Doch auch hier lassen sich im Zuge der Corona-Krise Lösungen finden! So setzt die erotische Werbeseite Catgirl.ch momentan anstelle der Catgirls auf Camgirls. Die Website, auf der Schweizer Escorts ihre Escort-Anzeigen veröffentlichen, hat alle Kontaktmöglichkeiten gesperrt, mit Ausnahme der Kategorie Camgirl. Die Schweizer Frauen, die sich normalerweise mit ihren Kunden privat oder im Hotel treffen, sitzen jetzt vor der Kamera und sind per Videochat zu erreichen.

Gutscheine für das Leben nach Corona
Andere Frauen, die als Escort arbeiten, verkaufen Gutscheine. Das passt gut, schließlich überlegt doch momentan jeder, worauf er sich am meisten freut sobald der ganze Spuk vorbei ist. Bei der Planung des Lebens nach Corona helfen diese Gutscheine! Außerdem lässt sich damit wunderbar die Kundenbindung stärken. Insofern beweist auch dieser Bereich der Porno- und Sexbranche seine Anpassungsfähigkeit an schwierige Situationen.

Die Bewältigung dieser Krise wird nicht leicht. Doch dank der innovativen Anpassungen der Sex- und Pornobranche haben wir viele Möglichkeiten, uns die Zeit zuhause etwas schöner und abwechslungsreicher zu gestalten! Das geschieht, indem wir beispielsweise vom kostenlosen Premiumangebot der Pornowebsites profitieren oder uns privat im Videochat mit einem Cat-Camgirl treffen. Hauptsache wir bleiben gesund!

 

Bild1: © nito500/123rf.com
Bild2: © Sergey Nivens/123rf.com

 

 

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