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Hotelpreise: Bern teuerste Hauptstadt Europas

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Der Franken-Schock Anfang letzten Jahres wirkt noch immer auf den Schweizer Tourismus nach. In vielen Städten reagierten Hoteliers mit Preissenkungen. Ausserdem buchten Gäste günstigere Zimmer, so dass die Übernachtungskosten aktuell zum Teil deutlich niedriger ausfallen. Aber nicht überall, wie das Preisbarometer des internationalen Buchungsportals HOTEL DE zeigt.

Urlaub in der Schweiz ist seit jeher etwas teurer, für ausländische Touristen insbesondere auch aufgrund des starken Franken. Die Auflösung der Euro-Bindung Anfang 2015 verteuerte die Tourismusleistungen erneut. Aktuell schonen allerdings sowohl die Schweizer Hoteliers als auch der im Jahresvergleich etwas schwächere Franken die Reisekasse vieler Gäste. Zudem wurden günstigere Zimmer gebucht. Damit verringerten sich die Übernachtungskosten insgesamt in der Schweiz gegenüber dem Vorjahr um rund 5 % auf 159 CHF. Für Buchungskunden aus dem Euroraum sanken die Hotelkosten im Durchschnitt sogar um 7,64 %, erreichten damit aber noch nicht das Niveau vor dem Franken-Schock.

Messen federn Preisrückgänge ab


In vielen Schweizer Städten verringerten sich die Übernachtungskosten gegenüber dem Vorjahr zum Teil deutlich. So konnten Hotelgäste in Luzern 15 % sparen, mit einem durchschnittlichen Zimmerpreis von 120,15 CHF. In Lausanne (155,70 CHF) lag die Ersparnis bei rund 13 % und in Opfikon (142,23 CHF) sowie Kloten (110,29 CHF) bei über 7 %. "In einigen Städten führte insbesondere die hohe Zimmernachfrage aufgrund von Messen allerdings zu einer nur geringen Senkung der Hotelkosten", erläutert Jörg Malang, Geschäftsführer bei HOTEL DE.

Mit rund 687.000 Eintritten verzeichnete der 86. Internationale Automobil-Salon in Genf ein leichtes Besucherplus. Die Übernachtungskosten verringerten sich im Vergleich zur gesamten Schweiz daher nur unterdurchschnittlich um 2,22 % auf 229,96 CHF. Die Hotellerie der zweitgrössten Stadt der Schweiz bleibt damit weiterhin sehr hochpreisig. Auch in Basel verringerten sich die Hotelkosten nur leicht um 2,07 % auf 196,53 CHF. Hier profitierten die Hoteliers von der Baselworld, die wieder zahlreiche Besucher mit Uhren und Schmuck in ihre Messehallen lockte. In Zürich (166,50 CHF) sparten Zimmersuchende 2,43 %.

Doch nicht überall verringerten sich die Übernachtungskosten. So mussten Hotelgäste in Bern mit 163,15 CHF gegenüber dem Vorjahr 2,28 % mehr auf den Tresen legen. Zu der leichten Teuerung dürften auch zahlreiche Veranstaltungen beigetragen haben.

Bern teuerste Hauptstadt Europas


Im internationalen Vergleich ist das beschauliche Bern sogar zur teuersten Hauptstadt Europas avanciert. Mit dem leichten Anstieg der Hotelkosten auf 163,15 CHF schiebt sich die Bundesstadt an die europäische Spitze, insbesondere weil London mit 152,46 CHF für Buchungskunden auch währungsbedingt fast 7 % günstiger geworden ist.

Ebenso zeigt die Stadt der Liebe (129,46 CHF) ein Herz für Touristen. Die Pariser Hoteliers schonen die Reisekasse ihrer Gäste mit 5,44 % geringeren Übernachtungskosten. Die Moskauer Hotels verbilligten sich für Schweizer aufgrund des niedrigeren Rubelkurses sogar um über 13 % auf 102,55 CHF. Vor drei Jahren mussten Zimmersuchende noch knapp das Doppelte auf den Tresen legen. Wien liegt mit 94,38 CHF im europäischen Vergleich auf Rang 14.

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