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Insekten - Lästig, aber oft nützlich

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image Endlich Wochenende! Raus aus dem Alltag und mehr Zeit mit der Familie verbringen. Foto:djd/Soventol

Wenn die rauschende Gartenparty noch tagelang in Erinnerung bleibt, dann könnte das an einer schmerzhaften Begegnung mit Gästen der anderen Art liegen. Reichlich mit Kuchen, süßen Cocktails und deftig gebratenem Fleisch bestückt, lockt das Buffet neben zweibeinigen auch zahlreiche sechsbeinige Besucher an.

Besonders Wespen naschen gern von unseren TellernZuckerhaltige Nahrung fressen die Tiere selbst, Fleisch und Wurst sammeln sie gern, um ihre Brut zu füttern. Auch wenn das Ruhigbleiben schwer fällt - schlägt man mit den Händen nach ihnen, fühlen sie sich bedrängt und stechen zu. Es gibt übrigens nur zwei lästige Arten, die ihre Verwandten in Verruf bringen: die Deutsche und die Gemeine Wespe. Sie nisten in Hohlräumen, wie Rollladenkästen oder Mäusenestern, im Garten. Alle anderen halten sich in der Regel vom Esstisch fern.

Unnötige Panik

Ein wahrer Gigant unter den Wespen ist die Hornisse. Als die größte in Mitteleuropa lebende soziale Faltenwespe erreicht die Königin eine Größe von bis zu 35, die Arbeiterinnen zwischen 18 und 25 und die Drohnen 21 bis 28 Millimetern. Das volkstümliche Sprichwort: "Sieben Stiche töten ein Pferd, drei Stiche einen Menschen" verbreitet unnötige Panik. Das Gift ist vergleichbar mit dem von Bienen und anderen Wespen. Durch den größeren Stacheldurchmesser und eine spezielle Zusammensetzung wird der Stich zwar als schmerzvoller empfunden, ist aber in der Giftwirkung ähnlich wie Wespengift. Allerdings kann es bei Stichen im Rachenraum oder bei allergischen Reaktionen gefährlich werden. Hier gilt es unverzüglich medizinische Hilfe zu holen. Ob eine Insektengiftallergie besteht, klärt ein Allergietest. Zur eigenen Sicherheit gilt: Kein Schluck ohne vorherige Sichtkontrolle - am besten einen Strohhalm zum Trinken verwenden. Essensreste möglichst zügig entfernen, klebrige Kinderhände und -münder abwaschen.

Biene Maja und die dicke Hummel sind friedlicher

Mit ihrem weniger angriffslustigen Naturell sticht die Biene nur zur Verteidigung des Nestes oder ihres Lebens. Und nur ein einziges Mal - der Stachel wird dabei vom Körper abgerissen - dies bedeutet ihren sicheren Tod. Im Fall eines Bienenstichs empfiehlt die Imkerin Inge Maat aus Tann/Rhön: "Der Stachel sollte umgehend mit dem Fingernagel entfernt werden, denn er kann autonom weiterhin Gift in die Wunde pumpen. Das Auflegen einer Zwiebelhälfte - wenn zur Hand - oder aber eines zerriebenen Spitzwegerichblattes bringt schnelle Linderung." Als eine besonders friedliche Bienenverwandte ist die Hummel bekannt. Der pummelige Brummer setzt seinen Stachel nur selten ein. Dafür kann sie auch zubeißen - was für Menschen jedoch nur als leichtes Zwicken spürbar ist. Mit einem dicken Pelz bekleidet, ist die Hummel in der Lage, bei fast jedem Wetter Nahrung zu suchen. So spielt sie eine wichtige Rolle beim Bestäuben der Pflanzen.

Den Hauptjob bei der Bestäubung erledigen allerdings die Honigbienen. Sie können anders als etwa Hummeln, auf "Kommando" sammeln. Entdecken Suchbienen eine neue "Trachtquelle", so informieren sie durch so genannte Bienentänze den Stock genau über die Lage, Umfang, Richtung, Entfernung und Art des Angebotes. So sind binnen einer halben Stunde Tausende von Bienen unterwegs zum Ziel. Damit wird eine einzigartige Bestäubungsleistung erreicht.

Ruhe bewahren und abwarten

Generell gilt: In Anwesenheit von Bienen, Wespen und Hornissen auf jeden Fall Ruhe bewahren. Hektische Bewegungen sind tabu. Nach einer Weile ziehen die unerwünschten Besucher von alleine wieder ab. Da es sich um nützliche Tiere handelt, sollten sie nicht vorsätzlich getötet werden. Laut Inge Maat ist der Bestand der fleißigen Bienchen ohnehin gefährdet: "In den siebziger Jahren wurde durch befallene asiatische Honigbienen die Milbe Varroa in Europa eingeschleppt. Sie steht im Verdacht, ein seuchenartiges Bienensterben auszulösen." Auch die verachteten Wespen und Hornissen leisten einen wertvollen Beitrag zum Erhalt der Natur. Sie vertilgen Unmengen an Schädlingen wie Fliegen, Heuschrecken, Käfer und Raupen. Etwaige am Haus befindliche Nester können durch Spezialisten umgesiedelt werden. Im Zweifelsfall hilft auch Abwarten - die papierartigen Nester werden in der Regel nur ein Jahr lang bewohnt.

Blutsauger auf Angriffskurs

Noch eine weitere Gruppe geflügelter Insekten sucht in der warmen Jahreszeit die Gesellschaft des Menschen. Allerdings streitet sie nicht mit ihm um Nahrung, sondern will ihm direkt ans Blut. Ganze Mückenschwärme fallen über ihre leicht bekleideten Opfer her. Ein ausgeprägter Geruchssinn führt die ausschließlich weiblichen Stechmücken zu ihrem Ziel. Doch gerade dieser kann gegen sie verwendet werden: So sollen stark riechende Pflanzen wie Tomate oder Basilikum, mit Gewürznelken gespickte Zitronenscheiben sowie Lavendel die Quälgeister fernhalten. Ferner bietet der Handel Mückensprays und Mückenstecker, Duftkerzen und Duftlampen zur Abwehr an. Fliegengitter an Türen und Fenstern hindern die Eindringlinge daran, nachts ins Zimmer zu kommen. Da Stechfliegen zur Eiablage Wasser benötigen, ist es ratsam, keine Wasserpfützen im Garten stehen zu lassen und die Regentonne abzudecken.

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