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Erkältungszeit: Alle Jahre wieder

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Seit die ersten Herbstwinde durch das Land wehen, ist sie wieder da: die Erkältungszeit. Wer ab und zu unter Menschen geht, egal ob ins Büro, die Tram oder den Supermarkt, kann den allgegenwärtigen Schnupfenviren kaum ausweichen.

Im Schnitt drei bis vier Mal pro Jahr erwischen sie uns. Dann läuft die Nase, es kratzt im Hals, und Husten stört die ersehnte Nachtruhe. Eine ursächliche Behandlung gegen Erkältungen gibt es nicht, der Körper muss mit den Viren selbst fertig werden. Man kann ihn aber wirksam unterstützen. Der Hamburger Allgemeinmediziner Dr. med. Gerald Müller rät dabei zu natürlichen Methoden, da chemische "Erkältungsblocker" den Verlauf der Krankheit eher verzögern könnten.

Wirksame ätherische Öle

Bewährt haben sich ätherische Öle, beispielsweise von Eukalyptus, Thymian, Kiefernnadel sowie Kampfer. Eukalyptus wirkt antiseptisch und erleichtert die Atmung, Thymian bekämpft Viren und Bakterien, löst den Husten und entkrampft die Bronchien. Das Öl der Kiefernnadel erleichtert durch seine sekretverflüssigenden Eigenschaften das Abhusten. Kampfer wird dank seiner abschwellenden und entzündungshemmenden Wirkung seit Generationen bei Erkältungen eingesetzt.

Besonders gut wirken diese pflanzlichen Mittel als Badezusatz, beispielsweise im tetesept "Erkältungs Bad". Das warme Wasser sorgt für Entspannung und bessere Durchblutung, und die ätherischen Öle werden sowohl über die Haut als auch die Atemwege aufgenommen. Ein Erkältungsbad kann sowohl bei den ersten Anzeichen einer Erkältung als auch bei manifesten Symptomen spürbar Linderung verschaffen.

Altbewährte Hühnersuppe

Ein weiteres bewährtes Mittel gegen Infekte ist die gute alte Hühnersuppe, deren Wirkung mittlerweile sogar wissenschaftlich belegt ist. Auch Honig ist eine leckere Medizin, die sich wie ein schützender Film auf den gereizten Hals legt und Hustenreiz mildert. Wichtig zur Unterstützung des Immunsystems sind außerdem Ruhe und reichlich Flüssigkeitszufuhr. In Sachen Trinken und Schlafen gilt bei Erkältungen tatsächlich: Viel hilft viel.

Händewaschen beugt vor

Erkältungsviren werden durch Tröpfcheninfektion übertragen. Sie gelangen beim Niesen und Husten aber nicht nur in die Luft, sondern haften auch an Menschen und Gegenständen. Kommen die Hände mit ihnen in Berührung, werden sie von dort leicht auf die Schleimhäute von Augen, Nase und Mund übertragen. Deshalb ist regelmäßiges, gründliches Händewaschen eine der wichtigsten Vorbeugungsmaßnahmen gegen Infekte. Wer erkrankt ist, sollte außerdem beim Niesen und Husten nicht die Hand, sondern die Armbeuge vor den Mund halten. So bleiben die Hände virenfrei.