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Die Ostschweiz soll noch mehr Gewicht bekommen

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Das Projekt einer Expo Ostschweiz Bodensee sowie das Agglomerationsprogramm Wil-West standen im Zentrum eines Treffens der Regierungen der beiden Kantone St.Gallen und Thurgau. Beide vollzählig anwesenden Regierungen betonten die Wichtigkeit der Zusammenarbeit der Ostschweizer Kantone, um gesamtschweizerisch besser wahrgenommen zu werden.

Als wichtiges Vorhaben für beide Kantone bezeichnete der St.Galler Baudirektor Willi Haag das Agglomerationsprogramm Wil. Ein Handlungsbedarf in diesem Raum sei gegeben, um der Zersiedelung entgegen zu wirken, den öffentlichen Verkehr aufzuwerten, das Strassennetz für den motorisierten Individualverkehr zu ergänzen sowie den Langsamverkehr von seinem Mauerblümchendasein zu erlösen. Dabei spiele die Realisierung des Entwicklungsschwerpunkts Wil-West eine zentrale Rolle. Auf diesem Areal zwischen dem Thurgau und St.Gallen sollen sich Unternehmen mit hoher Wertschöpfung ansiedeln und qualifizierte Arbeitsplätze schaffen. Für Willi Haag handelt es sich dabei um ein «Filetstück», Jakob Stark bezeichnete diesen Entwicklungsschwerpunkt als Gebiet mit einem sehr grossen Potenzial, das für beide Kantone eine Herausforderung darstellt.
 
In der rund zweistündigen Aussprache war ausserdem die Energiepolitik ein Thema. Andiskutiert wurde dabei die Frage, wie sich die Kantone in der Energiepolitik nach Fukushima positionieren sollen und wie sie künftig als Axpo-Aktionäre ihr Verhältnis zum Stromkonzern gestalten wollen. Weitere Themen aus den Bereichen Bildung, Geoinformation, Landwirtschaft und Strassenverkehrsämter rundeten das Treffen ab, das mit einem gemeinsamen Nachtessen endete.