Schweizer Kernkraftwerke bestehen Stresstest
Die Gefährdungsannahmen, die dem EU-Stresstest in der Schweiz zu Grunde gelegt wurden, sind im internationalen Vergleich streng. Zudem weisen die Schweizer Kernkraftwerke in der Regel Sicherheitsmargen aus, die über die geltenden gesetzlichen Anforderungen hinausgehen.
Vereinzelt sind diese Sicherheitsmargen aber nach schweizerischen Massstäben relativ knapp bemessen, wie die Prüfung der Berichte der Kernkraftwerkbetreiber durch das ENSI ergeben hat. „Dort, wo die Margen knapp oder die Informationen nicht ausreichend sind, besteht Klärungsbedarf“, stellt Hans Wanner, der Leiter der Schweizer Nuklearaufsicht fest. Das ENSI will deshalb nicht abwarten, bis die EU-Sachverständigen den Schweizer Länderbericht überprüft haben und voraussichtlich im Juni 2012 ihre Empfehlungen präsentieren.
