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Mali: Frankreich will seine Atomindustrie retten

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Frankreich hat den Versuch gestartet, mit Bodentruppen den Vormarsch der islamistischen Aufständischen zu stoppen. Paris will mit seinen Soldaten die reichhaltigen Bodenschätze, die zumeist von französischen Konzernen gefördert werden, sichern.

Tausende von französischen und malischen Soldaten sind in gepanzerten Fahrzeugen im Norden der Hauptstadt versammelt worden. Sie sollen in Richtung Diabaly, eine strategisch wichtige Stadt die von den Rebellen beschlagnahmt wurde, vordringen.

Der Einsatz von Bodentruppen kommt nach fünf Tagen schwerer Bombardierung der von den Rebellen kontrollierten Gebiete durch die französische Luftwaffe und der Ankündigung, dass die französische Regierung die Zahl von Truppen auf dem Boden von 800 bis 2.500 erhöhen will.

In Mali wird Gold, Mangan, Bauxit, Kupfer,und Uran von französischen Konzernen gefördert. Der Sieg der Islamisten würde Frankreichs Wirtschaft in eine schwere Krise treiben. Besonders die Atomwirtschaft Frankreichs würde darunter leiden. Wurde die Militärregierung Malis 2012 noch mit Sanktionen belegt, so ist sie jetzt willkommener Partner. Der gemeinsame Kampf gegen die Tuareg gestaltet sich schwer, denn diese sind weit weniger bestechlich und so gut wie nicht zu kontrollieren. Sie stellen eine erhebliche Gefahr für die Wirtschaftsinteressen Frankreichs dar.

Deutschland will jetzt den Kampf und die Rettung der französichen Atomindustrie unterstützen. Deutsche Militärflugzeuge sollen afrikanische Soldaten in das Land bringen.

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