Home | Nachrichten | Ausland | Ukraine: Wer organisierte das Blutbad auf dem Maidan ? Teil 1

Ukraine: Wer organisierte das Blutbad auf dem Maidan ? Teil 1

Schriftgrösse: Decrease font Enlarge font
image Auf dem Bild bekommt der Absolvent der SBU-Akademie sein Abzeichen vom amerikanischen Botschaftler, daneben ist Nalivajchenko.

Tragen die VSA die Verantwortung für das Massaker auf dem Maidan ? Schickten sie die 20 dunkel gekleideten Scharfschützen mit den schwarzen Koffern in die Ukraine oder waren es von der Opposition angeheuerte Killer? Der ehemalige Geheimdienstchef der Ukraine gibt in einem Interview eine neue Sichtweise des tatsächlichen Geschehens auf dem Maidan.

Die Organisatoren des Blutbads auf dem Maidan, bei dem im Februar fast hundert Menschen umgekommen sind, sind unter den Führern der Opposition zu suchen. Darüber wer hinter dem Abschuss der Protestierenden und „Berkut“-Soldaten stand, erzählte Alexander Jakimenko. In den Janukowitsch-Regierung leitete er den Sicherheitsdienst der Ukraine [Geheimdienst]. Jakimenko war der unmittelbare Zeuge der tragischen Ereignisse und weiss über die Mechanismen, die zum Entstehen des Maidan geführt haben.

General-Major Alexander Jakimenko ist unter der ersten Fünf auf der Schwarzen Liste des Maidan. Die Jagd auf ihn wurde eröffnet noch als der Leiter des SBU [Geheimdienst] in Kiev in seinem Büro sass.

- Wie haben Sie es geschafft dort rauszukommen?

„Ich bin doch ein Mitarbeiter des Geheimdienstes“, - antwortet Alexander Jakimenko.

Der letzte öffentliche Auftritt von Jakominko vor diesem Interview war am 19 Februar. Der Leiter des SBU meldete den Beginn der contraterroristischen Operation in der Ukraine, aber die Provokationen und die große Tragödie hat er nicht mehr geschafft zu verhindern. Dutzende Menschen starben schon am nächsten Tag in Zentrum von Kiev.

- Woher kamen die Scharfschützen?

„Die Schüsse kamen vom Philharmonie-Gebäude. Verantwortlich für dieses Gebäude war der Kommandant vom Maidan Parubij (Andrij Parubij ist amtierender Vorsitzender des nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates der Ukraine und seit 2014 auch Leiter der Arbeitsgruppe Ukraine-NATO. .), erklärt Ex-Leiter der SBU. In diesem Gebäude saß Parubij. Von diesem Gebäude aus arbeiteten Scharfschützen und Menschen mit den automatischen Waffen am 20 Februar. Sie unterstützten die Gewaltattacke auf die Soldaten des Inneren Dienstes, die schon demoralisiert waren und im Grunde schon flohen, denn sie wurden wie in der Schießbude abgeknallt, sie flohen in Panik. Sie wurden verfolgt von den bewaffneten Menschen,unterschiedlich bewaffnet.

In diesem Augenblick wurde das Feuer eröffnet auf diese Angreifer der Miliz, sie verloren einige Menschen. Das kam alles vom Philharmonie-Gebäude. Als die erste Schusswelle vorbei war, haben viele 20 Männer gesehen, die das Gebäude verliessen, gut gekleidete, auf spezielle Weise gekleidete Männer, sie hatten Koffer für die Scharfschützgewehre, sie hatten Maschinengewehre. Das hat man gesehen. Das Interessante ist, dass es nicht nur von unseren Mitarbeitern gesehen wurde, sondern auch von Maidan-Vertretern wie „Svoboda“, „Rechter Sektor“, „Vaterland“, UDAR“.

Die Scharfschützen, sagt Jakimenko, trennten sich in zwei Gruppen je zehn Personen. Eine Gruppe hat SBU aus den Augen verloren. Die andere ging in die Position im Hotel „Ukraine“. Die Morde setzten sich fort.

Aber wer hat geschossen?

„Als der Abschuss etwas langsamer lief, es gab aber einzelne Schüsse, wandten sich „Rechter Sektor“ und „Swoboda“ an mich mit der Bitte die Gruppe „Alpha“ [Elitetruppe] zu benutzen, um die Gebäude von den Scharfschützen zu säubern“, erzählt Alexander Jakimenko.

- Sie wandten sich an Sie?

„Ja. „Rechter Sektor“ und „Svoboda“, - bestätigt Ex-Leiter SBU.

Das heisst, wenn man ihnen glaubt, dass weder Jarosch, noch Tjagnibok (Zitat von Tjagnibok : Schnappt euch die Gewehre, bekämpft die Russensäue, die Deutschen, die Judenschweine und andere Unarten) nichts von den Scharfschützen wussten  oder mit diesen Anrufen ein Alibi für sich erzeugen wollten"?

"Auf jeden Fall kamen die Mörder aus der Bleibe des Maidan-Kommandanten Parubij, jetzt ist er der Sekretär des Sicherheitsrates der Ukraine im Regierungskabinett von Turchinow-Jazenuk. Parubij hat nicht nach „Alpha“ gerufen für den Kampf gegen die Scharfschützen. (Nachtrag der Redaktion: Parubij wurde 2014 NATO Koordinator für die Ukraine)

"Ich war bereit das zu tun. Aber, um auf den Maidan zu gehen, brauchte ich die Koordination mit Parubij. Sonst hätten mir die Selbstverteidigungskräfte von Maidan in den Rücken geschossen. Parubij gab mir diese Erlaubnis nicht. Nichts wurde auf Maidan gebracht ohne seine Erlaubnis. Keine Pistole, kein Gewehr, auch nicht mit optischer Zielvorrichtung, - betont Jakimenko. "Wir hatten die Information, dass die ehemaligen Soldaten der Spezialeinheit des Verteidigungsministeriums daran teilnahmen, die entlassen wurden. Es gab auch Information, dass es Personen aus dem ehemaligen Jugoslawien oder Söldner anderer Länder waren."

- Wir sprechen hier also von den Söldnern?

„Ja, zweifellos“, - bestätigt der Ex-Leiter SBU.

Die neue Macht wird die Söldner nicht suchen. Warum sich selbst sein eigenes Grab graben? Die Worte Jakimenkos sind noch eine Bestätigung der Version des Außenministers Estlands Paet: die Scharfschützen wurden von der Opposition bezahlt. Jetzt wird bekannt, wer genau am Tod Dutzender von Menschen Schuld hat.

„Parubij ging zur Seite. Das sah man letzte Woche. Er wurde zu der Gruppe von Poroschenko, Gwozd, Mamamuzh und Grizenko hinzugezogen. Das sind die Kräfte, die das taten, was ihr Chef ihnen sagte – die USA. Sie lebten im Grunde schon in der Botschaft. Es gab keinen Tag, an dem sie nicht in der Botschaft waren“, - erklärt Alexander Jakimenko.

Jakimenko ändert durch seine Offenheit das gewohnte Bild von Maidan als europäischer Traum zum amerikanischen. Gwozd und Mamamuzh – das sind die Menschen aus dem Geheimdienst, sie arbeiteten in der SBU noch während der Juschchenko-Zeit. Grizenko ist der ehemaliger Verteidigungsminister. Er ist es, der zum Krieg gegen Russland aufruft.

Parubij ist genau so ein Söldner, nur hohen Ranges. Noch ein Vertreter der amerikanischen Interessen ist der neu ernannte SBU-Leiter Nalivajchenko. Mit ihm war die CIA der SBU-Chef und, wie es aussieht, werden sie das wieder werden.

- Ist es wahr über die Büros, die Nalivajchenko für die Mitarbeiter von CIA zur Verfügung gestellt hat?

„Ja, so war es. Tatsächlich kriegte die CIA die Personalakten der SBU-Mitarbeiter. Die CIA hat diese Akten studiert. Das haben sie aber nicht beenden können, weil der Putsch kam“, erzählt der Ex-Leiter des ukrainischen Sicherheitsdienstes. Nicht der Maidan bestimmt wer welchen Posten bekommt. Das bestimmen die USA. Sehen Sie sich an, wer die Posten kriegt, Parubij, Gwozd, Naliwajchenko. Das sind alles Menschen, die den fremden Willen erfüllten, und das war nicht mal europäischer Wille. Diese Menschen sind direkt mit den Geheimdiensten der USA verbunden“.

Seinerzeit bezeichnete Joe Biden, der Vizepräsident der USA, Nalivajchenko als "seinen Mann“ in Kiew. Der General, der den USA das komplette ukrainische Agentennetz verriet, hielt es für eine Ehre.

Ukraine: Wer organisierte das Blutbad auf dem Maidan ? Teil 2

 

 

 

hinzufügen zu: Add to your del.icio.us del.icio.us | Digg this story Digg
Tags
Umfrage: Fall Strache
Können Sie sich vorstellen, dass deutsche Medien die Täuschungsaktion gegen den österreichischen Vizekanzler Karl Heinz Strache selbst lanciert haben?
Bewerte diesen Artikel
5.00