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Ukraine: Wer organisierte das Blutbad auf dem Maidan ? Teil 2

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image Der amerikanische Militärattache Jason Grash mit ukrainischen Partnern.

Tragen die VSA die Verantwortung für das Massaker auf dem Maidan ? Schickten sie die 20 dunkel gekleideten Scharfschützen mit den schwarzen Koffern in die Ukraine oder waren es von der Opposition angeheuerte Killer? Der ehemalige Geheimdienstchef der Ukraine gibt in einem Interview eine neue Sichtweise des tatsächlichen Geschehens auf dem Maidan.

„Das wichtigste Ziel war die Verhandlungen hinauszuzögern, nicht zuzulassen, dass der Präsident mit Russland zu einer Übereinkunft kommt, dass Russland hilft die sozial-ökonomische Lage in der Ukraine zu verbessern und dann in der zweiten Phase die Ukraine nach Europa mit dem russische Geld zu führen, erklärt Agent Alexander Jakomenko die Pläne.

Wer war eigentlich gegen den Sieg von EU und Europaintegratoren?

Es gibt nur eine Kraft – das ist USA. Nur sie hatten etwas gegen den Zusammenschluss von Europa, Russland und der Ukraine. Nur sie wollten keine Zollunion. Nur sie wollten kein Russland, keine Brücke zwischen Russland und der Ukraine.“  Sie haben sich schon lange auf den Umbruch vorbereitet. Den Putsch hat man aber früher als geplant (war erst für 2015 vorgesehen) durchgeführt. Politiker überlegten die Strategie, Radikale bereiteten die Kämpfer in militärischen Lagern vor.

„Diese Lager existierten seit Juschchenko. Und letztendlich haben wir es nicht geschafft sie zu bekämpfen. Sobald wir anfingen dagegen vorzugehen, wurden sie nach Polen, Lettland, Litauen verlegt. Das iInteressanteste ist, dass viele dieser sogenannten Drill-Schulen aus dem staatlichen Budget bezahlt wurden. Drill-Schulen – das ist wie „Zarniza“ (Komm: militarisierte Sportspiele für Jugendlichen in der UdSSR). Es gab dort die Vorbereitung auf Kampfhandlungen mit Benutzung verschiedener Waffen“, erklärt der Ex-Leiter des SBU.

Zum Vermittller im ukrainischen Putsch wählten die USA die Polen. Die Polen haben in Kiew eigene Ambitionen und gute Deckung.

„Alle Befehle kamen entweder aus der US-Botschaft oder aus der EU-Vertretung vom Herrn Tombinski, einem polnischen Staatsangehörigen. Die Rolle von Polen am Putsch ist nicht zu unterschätzen. Polen träumt davon seine Positionen und seinen alten Wunsch - Rech Pospolita – wiederherzustellen“, - betont der ehemalige Leiter des Geheimdienstes der Ukraine.

Jakimenko erzählt extra über die Finanzierung des Maidan. Den Geldstrom konnte weder der Innere Dienst noch der SBU stoppen. Millionen von Dollars wurden in 2 Monaten vom Westen nach Kiew gebracht.

"Seit dem Beginn des Maidan haben wir als Geheimdienst einen erheblichen Zuwachs der diplomatischen Post festgestellt, die in die unterschiedliche Botschaften der Ukraine floss, in die westlichen Botschaften. Es war die zehnfache Menge gegenüber dem Normalregime. Nach diesen Lieferungen gab es plötzlich auf dem Maidan das westliche Geld, die US-Dollar Scheine neuen Typs, in den anliegenden Wechselstuben tauchten sie dann auch auf“, setzt Jakimenko fort.

Das heisst, es wurde Bargeld ins Land gebracht?

„Ja“, bestätigt Alexander Jakimenko.

Einer solcher Episoden: Dezember 2013, Flughafen Borispol, zu einem Flugzeug aus den USA kommt ein ukrainisches Geldtransportauto. Die Luftfracht darf nicht kontrolliert werden. Amerikanische Diplomaten stehen daneben. Sie laden die diplomatische Post in das gepanzerte Fahrzeug.

"Allerdings haben die Oligarchen auch mitgeholfen. Sowie Poroschenko als auch Firtasch, Pintschuk haben den Maidan finanziert. Sie sind die Geiseln, denn ihr ganzes Business und ihre Aktiva befinden sich im Ausland. Sie haben die Befehle aus dem Westen ausgeführt. Es blieb denen nichts anderes übrig als den Maidan zu unterstützen denn anderenfalls hätten sie ihre Aktiva verloren. In diesem Fall haben sie nicht an ihr Land gedacht, die dachten an ihre Finanzen“, - vermerkt enttäuscht der ehemaliger Leiter des Sicherheitsdienstes der Ukraine Alexander Jakimenko.

Jakimenko bereut, dass er die Opfer nicht verhindern konnte. Er erzählt, dass die Menschen bewusst vor die Kugeln gestellt wurden. Vor allem die aus den westlichen Teilen des Landes. Die geschulten Maidan-Kämpfer waren nach dem ersten Scharfschützenschuss weg von den Barrikaden. Der General glaubt aber, dass die Zeit Klarheit in die Sache bringen wird.

„Die Jungs von „Berkut“, aus dem Innerem Dienst, dem Sicherheitsdienst wurden verletzt. Auf anderer Seite die Bürger der Ukraine. Das sind Menschen. Die Posten von Jazenuk, Klitschko, Poroschenko und anderer sind deren Leben nicht wert, glaubt der Ex-Leiter von SBU. Das Volk der Ukraine ist geduldig. Aber es wird bis zu bestimmten Punkt kommen und das Volk wird sie ablösen. Ich hoffe, das passiert bald“.

 

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