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Staatsstreich Ukraine: Die Befehle kamen aus der amerikanischen Botschaft

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Das Drehbuch des Staatsstreichs, der vor einem Jahr in der Ukraine stattgefunden habe, sei nicht von Oppositionellen in Kiew geschrieben worden, sondern in der amerikanischen-Botschaft, sagte der ehemalige ukrainische Ministerpräsident Nikolai Asarow beim-TV-Sender NTV.

Der Westen war mit der Politik des damaligen Präsidenten der Ukraine Viktor Janukowitsch unzufrieden, weil die Ukraine während seiner Präsidentschaft angekündigt hatte, dass man nicht der NATO beitreten werde, so der ehemalige Ministerpräsident Asarow.

"Diese Politik hat den Vereinigten Staaten und einigen ihrer Partner in der EU nicht gepasst", sagte der Ex-Ministerpräsident. "Sie hielten uns ständig Vorträge. Die aktive Vorbereitung des Staatsstreichs begann, als wir ihnen nicht mehr genug Aufmerksamkeit schenkten." Ausserdem, sagte Asarow, habe der Westen in Bezug auf die Zweckmässigkeit der Unterzeichnung eines Assoziierungsabkommens mit der Europäischen Union nicht auf die Bedenken der damaligen ukrainischen Regierung reagiert.

"Wir haben zu der Zeit viel miteinander gesprochen und ihnen erklärt, dass wir das Abkommen nicht bedenkenlos unterzeichnen werden. Wir wären dadurch mit grossen wirtschaftlichen Verlusten konfrontiert worden und genau das ist jetzt passiert", sagte der ehemalige Ministerpräsident. "Der immense Druck begann seitens des EU-Chefs Herman van Rompuy. Der Sinn des Drucks war, dass wir alle Zweifel beiseite stellen und die Vereinbarung unterzeichnen."

"Sie brauchten einen Vorwand, um uns zu stürzen. Der Vorwand waren die Proteste der Euro-Integrations-Anhänger auf dem Maidan. Diese Provokation ist von den Vereinigten Staaten und der EU im Voraus geplant gewesen. Die Proteste verliefen träge und den Organisatoren war klar, dass man Opfer bräuchte. So wurden also die Kameras zur Kundgebung gebracht. Sie zeigten professionell in Szene gesetzte geschlage Gesichter. Sie fingen an zu weinen, dass angeblich Kinder geschlagen worden seien. Das wurde dann über soziale Netzwerke und TV verteilt und die Organisatoren behaupteten, dass wir ein blutiges Regime seien. Es ist das Gleiche wie das, was in Libyen, Ägypten passierte, so Asarow.

Angesprochen auf Janukowitschs Gespräche mit der Opposition sagte der Ex-Ministerpräsident, "Jazenjuk musste jeden Tag in die amerikanische Botschaft, um sich seine Anweisungen abzuholen. Als Ergebnis wurde eine Vereinbarung zwischen dem ukrainischen Präsidenten und dem Oppositionsführer unterzeichnet, für eine friedliche Lösung des Konflikts. Es wurden eine Reihe von europäischen Ländern als Bürgen gestellt aber niemand ausser Janukowitsch hat die Vereinbarungen eingehalten", so Asarow.

"Die Ereignisse die dann folgten kann man nicht anders bezeichnen als einen Coup. Janukowitsch war der verfassungsmässige Präsident und er hat nicht auf die Macht verzichtet, er wurde gestürzt. Ein Staatsstreich hat stattgefunden. Wenn man das Jahr seit dem Putsch zusammenfasst, hat die Ukraine nichts anderes erhalten als den Ruin, Rückwärtsentwicklung, Verlust der Einnahmen der Bevölkerung und viele tote Bürger."

Janukowitsch äussert sich ähnlich

Viktor Janukowitsch beschuldigt die Europäische Union und die Opposition des Landes für die blutigen Ereignisse in Kiew verantwortlich zu sein. Der Ex-Präsident sagte, dass die europäischen Länder nichts getan hätten als die Opposition ihre Verpflichtungen aus der Vereinbarung mit der Regierung verletzt habe. Dafür würden Frankreich, Deutschland und Polen eine grosse Schuld auf sich tragen und sollten dafür zur Verantwortung gezogen werden, so Janukowitsch.

 

Anmerkung der Redaktion.

Nach Aussagen des ehemaligen Leiters des ukrainischen Geheimdienstes SBU, waren in das Massaker auf dem Maidan der jetzige NATO-Koordinator für die Ukraine Parubji, die Politiker Poroschenko, Gwozd, Mamamuzh und Grizenko involviert. Jakimenko sagte vor einem Jahr" Das sind die Kräfte, die das taten, was ihr Chef ihnen sagte – die USA. Sie lebten im Grunde schon in der Botschaft. Es gab keinen Tag an dem sie nicht in der Botschaft waren“, erklärt Generalmajor Alexander Jakimenko.

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