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Putin: In der Ukraine zogen die Amerikaner die Strippen

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Putin nimmt im Dokumantarfilm "Krim.Pfad zum Mutterland", der heute im russischen TV ausgestrahlt wird, Stellung zu den Ereignissen in der Ukraine.

Der russische Dokumantarfilm wurde konzipiert, um die Geschichte der Wiedervereinigung Russlands mit der Krim aufzuzeichnen. Die Dreharbeiten dauerten acht Monate und wurden in Foros, Sewastopol, Simferopol, Kertsch, Jalta und Bachtschissarai, Feodossija, Djankov, Alushta und in einem weiteren Dutzend Siedlungen  der Halbinsel gedreht.

Speziell für den Film wurde ein grosses Gespräch mit dem Präsidenten und mehr als fünfzig Interviews mit Beteiligten und Zeugen der Ereignisse geführt.

Der Präsident sagt in dem Film, dass die Idee der Wiedervereinigung mit der Krim nicht zum Beginn der bewaffneten Machtergreifung in der Ukraine entstand. " Erst als wir den Blitz des extremen Nationalismus sahen wurde deutlich, dass auf die Menschen die auf der Krim leben, eine sehr harte Zeit zukommen wird. Als ich begann die Ereignisse mit dem Staatsstreich und der damit verbundenen bewaffneten und verfassungswidrigen Machtübernahme abzuschätzen war mir klar, dass diese Menschen in Gefahr waren"

Wir mussten Janukowitsch retten

"In der Nacht vom 22. auf den 23. Februar 2014, haben russische Sicherheitskräfte den ukrainischen Präsident Viktor Janukowitsch evakuiert. Russische Spezialeinheiten retteten das Leben von Janukowitsch in einer Situation, in der auf dem Territorium der Ukraine auf die Präsidentenautokolonne bereits das Feuer eröffnet worden war", sagte Putin.

Die eigentlichen "Strippenzieher" der Revolution in der Ukraine waren die Amerikaner, sagt Putin in dem Film. "Der Schwerpunkt der Situation war, dass die formale Opposition vor allem von den Europäern unterstützt wurde aber wir wussten, dass die wirklichen Strippenzieher unsere amerikanischen "Freunde" waren. Diese halfen die nationalistischen Milizen im Westen der Ukraine, in Polen und in Litauen teilweise militärisch  auszubilden.

Das sagte auch schon der ehemalige Leiter des ukrainischen Geheimdienstes SBU, Generalmajor Alexander Jakimenko vor einem Jahr, kurz nach dem Massaker auf dem Maidan.

In einem Interview sagte er "Es gibt nur eine Kraft – das ist USA. Nur sie hatten etwas gegen den Zusammenschluss von Europa, Russland und der Ukraine. Nur sie wollten keine Zollunion. Nur sie wollten kein Russland, keine Brücke zwischen Russland und der Ukraine.“  Sie haben sich schon lange auf den Umbruch vorbereitet. Den Putsch hat man aber früher als geplant (war erst für 2015 vorgesehen) durchgeführt. Politiker überlegten die Strategie, Radikale bereiteten die Kämpfer in militärischen Lagern vor.

„Diese Lager existierten seit Juschchenko. Und letztendlich haben wir es nicht geschafft sie zu bekämpfen. Sobald wir anfingen dagegen vorzugehen, wurden sie nach Polen, Lettland und Litauen verlegt. Das Interessanteste ist, dass viele dieser sogenannten Drill-Schulen aus dem staatlichen Budget bezahlt wurden. Drill-Schulen – das ist wie „Zarniza“ (militarisierte Sportspiele für Jugendlichen in der UdSSR). Es gab dort die Vorbereitung auf Kampfhandlungen mit Benutzung verschiedener Waffen“, erklärte der Ex-Leiter des SBU vor einem Jahr.

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