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Irak-Krieg hatte "Völkermord - Dimension"

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Ein kürzlich veröffentlichter Bericht hat gezeigt, dass die völkerrechtswidrige amerikanische Invasion und Besetzung des Iraks für den Tod von mindestens 1 Million Irakern verantwortlich ist, das sind 5 Prozent der Gesamtbevölkerung des Landes, das schreibt die amerikanische Webseite truth-out.org. Der Bericht deckt auch auf, dass das amerikanische Militär und seine Verbündeten in Afghanistan und Pakistan hundertausende Menschen grausam ermordet haben.

Die Autoren des Berichts mit dem Titel "Body Count: Opferzahlen nach 10 Jahren des Kriegs gegen den Terror" zeigen auf, dass der oft zitierte Bericht "Iraq Body Count (IBC)", der von 154.563 Toten ausgeht, in seiner Schätzung viel zu gering ist. Die realen Zahlen erreichen "Völkermord - Dimensionen", so die Autoren.

Der Autor Joachim Guilliard sagte, dass die neue Studie in hohem Masse auf Extrapolationen einer früheren Studie beruhe, die im renommierten "Lancet Medical Journal" im Jahr 2006 veröffentlicht wurde und das die Opferzahlen auf 655.000 schätzte. Diese sei jedoch jetzt dramatisch veraltet.

"Die Zahlen von Lancet erreichten "Völkermord - Dimensionen" und eine massive Anklage gegen die amerikanische Regierung", sagte Guilliard. "Die meisten westlichen Medien sind nicht an der Wahrheit interessiert. Die IBC-Zahlen sind jedoch für sie akzeptabel. Sie stehen im Einklang mit dem allgemeinen Bild des Kriegs im Irak, nach denen die Iraker selbst in erster Linie für die meiste Gewalt verantwortlich sind, laut Darstellung in den Mainstream Medien."

Der neue Bericht, der als Gemeinschaftsprojekt mit "Physicians for Social Responsibility" (PSR) hergestellt wurde, deren Ärzte mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurden zeigt, dass mindestens 1,3 Millionen Menschen in den drei Ländern getötet wurden, seit Beginn der Kriege am 11. September 2001.

Der Bericht stellt jedoch fest, dass die Zahlen eine konservative Schätzung sind und, dass die Gesamtzahl der in den drei Ländern getöteten Menschen "auch mehr als 2 Millionen sein könnten, während ein Wert unter 1 Million extrem unwahrscheinlich sei."

Ein Völkermord muss zwingend von den Ländern verfolgt werden die das Weltrechtsprinzip anerkannt haben. Auch nach Schweizer Strafgesetzbuch gilt das Weltrechtsprinzip (Art 264m StGB). Eine parlamentarische Immunität oder ähnliche Schutzklauseln sind nicht anwendbar und schützen vor einer Verurteilung nicht (Art 264n).

In Deutschland ist der Straftatbestand des Völkermordes in § 6 VStGB (Völkerstrafgesetzbuch) niedergelegt. Gemäss § 1 VStGB gilt für Völkermord das Weltrechtsprinzip, d. h. Taten können auch dann in Deutschland verfolgt werden, wenn sie weder in Deutschland begangen sind noch ein Deutscher beteiligt ist.


Irakkrieg: Amerikaner und Briten vor das Tribunal !

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