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Japan: Massenproteste gegen die Vereinigten Staaten

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Japanische Demonstranten versammelten sich am vergangenen Sonntag vor dem Parlament in Tokio, um die Entfernung des amerikanischen Stützpunkts auf der Insel Okinawa zu verlangen. Zahlreiche weitere Kundgebungen fanden vor kurzem statt, sowohl auf der Insel und dem japanischen Festland. Dort forderte man sich der Präsenz des VS-Militärs im Land mit aller Macht, notfalls mit Gewalt zu widersetzen.

Schätzungsweise 15.000 Menschen beteiligten sich am Sonntag am Protest. Sie forderten die Kündigung der Pläne, die VS Marine Corp Air Station Futenma Basis auf Henoko weiter auszubauen. Futenma liegt in der Stadt Ginowan, während Henoko an der weniger dicht besiedelten Küste in Okinawa liegt. Viele Menschen hielten Spruchbänder mit der Aufschrift "Nein zu Henoko." Sie forderten, dass die Basis von der Präfektur ganz entfernt wird.

Ein noch grösserer Protest fand am vorhergehenden Sonntag statt als sich 35.000 Menschen auf Okinawa in einem Baseballstadion versammelten, um sich den Umzugsplänen der Amerikaner zu widersetzen. Die Proteste begannen am Freitag und setzten sich über das ganze Wochenende fort. Am Samstag marschierten Demonstranten rund um die Futenma Basis und in anderen Städten des Landes schlossen sich weitere 2.600 Demonstranten an. Neben ihren Widerstand gegen die Basis protestierten sie gegen das Militärbündnis mit den Vereinigten Staaten und gegen den aufkeimenden Militarismus im Land.

Okinawa ist an der Front eines Konflikts mit China. Ein Grossteil der 47.000 amerikanischen Soldaten die zur Besatzung Japans dort stationiert sind, spielen eine strategische Rolle im Konflikt im Südchinesischen Meer. Okinawa spielt eine Schlüsselrolle in Washingtons "Dreh nach Asien", um China militärisch einzukreisen und es wirtschaftlich den amerikanischen Interessen unterzuordnen.

Die jüngsten Demonstrationen wurden von Bürgergruppen mit Verbindungen zur Präfekturregierung Okinawas organisiert, die sich ebenfalls gegen die Pläne der Amerikaner stellt.

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