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NATO in Libyen: Kriegsverbrecher und Völkermörder

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Libyen war ein doppelt gesegnetes Land, denn sein grösster Reichtum war nicht wie viele denken nur das Erdöl, sondern auch das Wasser. Die militärische Zerstörung der zivilen Infrastruktur, insbesondere der Wasserversorgung, ist laut der Genfer Konventionen ein Kriegsverbrechen. Das ist aber genau das, was die NATO, neben den 60.000 Libyern die man bestialisch abschlachtete, in Libyen getan hat. Das Endziel welches die NATO damit erreichen will, ist ein langsamer, grausamer und stetiger Völkermord an den Libyern.

Seit den verbrecherischen Angriffen auf die Wasser-Infrastruktur des Landes, hat sich das Leid der Menschen maximal vergrössert und die machen einen grossen Teil von denen aus, die jetzt zu uns als Flüchtlinge strömen. Zahlreiche Berichte kommentieren die Wasserkrise die in Libyen derzeit eskaliert, weil der Verbrauch die Produktion übertrifft. Einige haben auf den ökologischen Kontext der regionalen Wasserknappheit infolge des Klimawandels hingewiesen. Was sie jedoch ignorieren ist die Tatsache, dass das komplexe nationale Bewässerungssystem (Great-Man-Made-River-Projekt (GMMRP oder GMMR, dt. Grosses menschengemachtes Fluss-Projekt), das sorgfältig für kommende Jahrzehnte von Gaddafi aufgebaut wurde um das Problem der Wasserknappheit zu beseitigen, gezielt von der NATO zerstört wurde, wofür  die Verantwortlichen am Tribunal in Den Haag angeklagt werden müssen

Während der von den Vereinigten Staaten angeführten verbrecherischen Militärinvasion 2011 in Libyen aufgetauchten Presseberichten, meist unter Berufung auf die von westlichen Ländern unterstützen Rebellen, behaupteten diese Quelle, dass pro-Gaddafi Loyalisten die  Wasserversorgung zerstört hätten, als eine Art Mechanismus, um den Krieg zu gewinnen und die Zivilbevölkerung zu bestrafen.

Am 18. Juli 2011 prahlte ein Rebellen-Kommandeur, dass einige von Gaddafis Truppen sich in den Industrieanlagen in Brega verschanzt hätten und, dass die Rebellen den Zugang zum Wasser blockiert hätten: "Lebensmittel und Wasserversorgung sind abgeschnitten und sie werden jetzt nicht schlafen können", sagte der Koomandeur damals. Tatsächlich war es die NATO, die die Wasserversorgung in Brega geschwächt hatte. Am 22. Juli bombardierte die NATO die Wasserleitungen unter dem Vorwand, es wäre ein für Gaddafi wichtiges Lager um Raketenwerfer zu verstecken. Am 26. Juli gab sie dazu eine Pressekonferenz ab und belog die Weltöffentlichkeit.

"Grosse Teile der Anlage wurden beschädigt", sagte damals Abdel-Hakim el-Shwehdy, Chef der Firma, die das Projekt leitete."Es könnte ein schwerer Rückschlag für die zukünftigen Projekte sein." Christian Balslev-Olesen, Leiter des UNICEF Büros in Libyen warnte davor, dass die Stadt "ein absolutes Worst-Case-Szenario" erleben werde, das für eine beispiellose Epidemie sorgen könnte, ohne die Wiederaufnahme der Wasserversorgung.

Fragen über konkrete Hinweise auf Gaddafi Loyalisten, die angeblich aus dem Gebäude der Fabrik schiessen, wollten NATO-Vertreter nicht beantworten. Stattdessen zeigten sie Journalisten Satellitenbilder die bestätigten, dass BM-21 Raketenwerfer in der Nähe der Anlage Tage zuvor identifiziert wurden, jedoch am Tag nach dem NATO-Angriff immer noch intakt waren. Das ist ein mehr als deutlicher Beweis für dieses Kriegsverbrechen der NATO an der Wasserversorgung der Bevölkerung. Zuvor hatten NATO-Streitkräfte bereits Wasseranlagen in Sirte bombardiert und mehrere Mitarbeiter des staatlichen Wasserversorgers getötet, die während des Angriffs dort arbeiteten.

Im August berichtete UNICEF, dass der Konflikt das "Great-Man-Made-River-Projekt", der primäre Verteiler von Trinkwasser in Libyen, in Gefahr sei zu scheitern, um den Wasserbedarf des Landes zu decken. UN-Vertreter erklärten damals, wenn das Projekt ausfalle, eine eine massive humanitäre Notlage drohe.

Im September 2011 bestätigte UNICEF, dass die Störung des GMR für 4 Millionen Libyer bedeutete kein Trinkwasser mehr zu haben. Sie ist bis heute gestört und die nationale Wasserkrise Libyens droht weiter zu eskalieren.

Die absichtliche Zerstörung der Wasserinfrastruktur eines Landes, mit dem Wissen, dass dies zu massiven Todesfällen der Bevölkerung führen wird, ist laut der Genfer Konvention nicht nur ein Kriegsverbrechen, sondern verfolgt möglicherweise auch eine völkermörderische Strategie. Hauptverantwortlich für diese Verbrechen sind die Vereinigten Staaten als führende Kraft der Militäraktion.

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