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Kundus: Schmiergeld für die Opfer des Luftangriffs

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Die Vereinigten Staaten wollen sich mit ihren wertlosen Dollars aus der Affäre ziehen. Die Opfer des Luftangriffs auf ein Krankenhaus in Afghanistan, sollen von einer Anklage der VSA abgebracht werden und man bietet ihnen eine Art Schweigeld an.

Die Vereinigten Staaten werden "Entschuldigungs-Zahlungen" für die Opfer des Angriffs auf ein Krankenhaus in Afghanistan leisten, kündigte Pentagon-Sprecher Peter Cook am Freitag an. Die Höhe der Zahlungen sei aber noch nicht bestimmt, so Cook.

"Falls erforderlich, wird die Verwaltung um zusätzliche Autorisierung durch den Kongress bitten", sagte er und fügte hinzu, dass die Zahlungen an die zivilen verletzten Nicht-Kombattanten und an die Familien der Menschen gehen sollen, die bei der amerikanischen Militäroperationen getötet wurden.

Anfang dieser Woche entschuldigte sich der amerikanische Präsident Obama bei "Ärzte ohne Grenzen", deren Personal und Patienten getötet und verletzt wurden. bei dem Angriff am 3. Oktober wurden 12 medizinische Mitarbeiter getötet und 10 Patienten, von denen drei Kinder waren. Sie verbrannten bei lebendigem Leib in ihren Betten.

Weitere 37 Menschen wurden laut "Ärzte ohne Grenzen" verletzt, einer Organisation die in Konfliktgebieten arbeitet, um Opfern von Krieg und anderen Tragödien zu helfen.

General John Campbell, der Kommandeur der VS-Streitkräfte in Afghanistan sagte, das Krankenhaus wurde zufällig bei einem amerikanischen Luftangriff getroffen. Für Ärzte ohne Grenzen steht aber fest: Die Gebäude im afghanischen Kunduz wurden gezielt angegriffen. Für sie ist dies eindeutig ein Kriegsverbrechen und ein Angriff auf das Genfer Abkommen.

Die VSA haben immer wieder zivile Einrichtungen in der Vergangenheit absichtlich angegriffen, und dies ist seit dem Golfkrieg 1991 so. Hier ein paar Beispiele.

Produktionsanlage für Säuglingsnahrung, Abu Ghraib, (21. Januar 1991), Irak

Am siebten Tag der Operation Desert Storm, als Iraks Truppen aus Kuwait vertrieben wurden, bombardierte die VS-geführte Koalition die Produktionsstätte für Säuglingsanfangsnahrung in Abu Ghraib, einem Vorort von Bagdad. Der Irak erklärte damals, dass die Fabrik genau das war, was der Name aussagen würde, aber die Regierung von Präsident George HW Bush behauptete, es sei "eine Produktionsanlage für biologische Waffen."

Luftschutzkeller, Amiriyah, Irak (13. Februar 1991)

Die VSA griffen gezielt Luftschutzbunker in der Nähe des Flughafens Bagdad mit zwei 2.000-Pfund lasergelenkten Bomben an, die über 10 Meter dickes Beton durchschlagen können und töteten mindestens 408 irakische Zivilisten. Ein BBC-Journalist berichtete damals: "Wir sahen die verkohlten und verstümmelten Leichen. Sie wurden auf der Ladefläche eines LKW gestapelt; viele waren nicht mehr als Menschen erkennbar."

Al Shifa pharmazeutische Fabrik, Khartoum, Sudan (20. August 1998)

Nach den Al-Qaida-Anschlägen auf die VS-Botschaften in Kenia und Tansania im Jahr 1998, griff die Clinton-Regierung die Al Shifa-Fabrik mit 13 Marschflugkörpern an, eine Person wurde getötet und 11 verletzt. Laut Präsident Bill Clinton hätte die Anlage mit dem bin Laden-Netzwerk in Verbindung gestanden und sei an der Herstellung von Materialien für chemische Waffen beteiligt. Beweise dafür konnten die Amerikaner bis zum heutigen Tag nicht vorlegen

Zug-Bombardierung, Grdelica, Serbien (12. April 1999)

Während der VS-geführten Bombardierung von Serbien während des Kosovo-Krieges, feuerte ein F-15E Kampfjet zwei ferngesteuerte Raketen auf einen Zug der über eine Brücke in der Nähe von Grdelica fuhr und tötete mindestens 14 Zivilisten. Der oberste Alliierte Befehlshaber für Europa, General Wesley Clark, nannte es dann lapidar "ein unglücklicher Vorfall, den wir alle bedauern."

Radio Television Serbien, Belgrad, Serbien (23. April 1999)


Sechzehn Mitarbeiter des serbischen staatlichen Rundfunks wurden während des Kosovo-Krieges getötet, als die NATO gezielt und in voller Absicht den Sitz des Senders in Belgrad angriff. Präsident Clinton erklärte damals: "Unsere militärischen Führer der NATO glauben, dass das serbische Fernsehen ein wesentliches Instrument der Steuerung und Kontrolle des Herrn Milosevic ist."

Chinesische Botschaft, Belgrad, Serbien (7. Mai 1999)


Auch während des Kosovo-Krieges, bombardierten die VSA die chinesische Botschaft in Serbien. In Belgrad wurden drei chinesische Botschaftsangehörige getötet und mehr als 20 verwundet. Der damalige amerikanische Verteidigungsminister William Cohen sagte, dass dies ein schrecklicher Fehler war: "Eines unserer Flugzeuge hat das falsche Ziel angegriffen, weil wir veraltetet Karten benutzt haben. Der britische Zeitung "The Observer" berichtete später, die Vereinigten Staaten hätten diese Tat absichtlich begangen und gezielt die Botschaft angegriffen.

Rotes Kreuz-Komplex, Kabul, Afghanistan (16. Oktober und 26. Oktober 2001)

Zu Beginn der VS-geführten Invasion in Afghanistan, die griffen die Amerikaner einen Gebäudekomplex des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes in Kabul an. Washington erklärte damals, um solche Vorfälle in Zukunft zu verhindern, würden die VSA ausführliche Gespräche mit dem Roten Kreuz über die Lage aller seiner Anlagen im Land führen. Dann bombardierten die Amerikaner den gleichen Komplex erneut. Der zweite Angriff zerstörte Lagerhallen die viele Tonnen  Lebensmitteln und Vorräte für Flüchtlinge enthielten. "Wer auch immer dafür verantwortlich ist, muss nach Genf und uns eine formelle Erklärung zukommen lassen", sagte damals ein Sprecher des Roten Kreuzes. "Das Verbrennen, Schiessen und die Bombardierung unserer Lager, die deutlich mit dem Rotkreuzzeichen markiert sind, ist ein sehr ernster Vorfall. Jetzt haben wir hier 55.000 Menschen die jetzt ohne Lebensmittel oder Decken sind, sie haben gar nicht mehr."

Al Jazeera Büro, Kabul, Afghanistan (13. November 2001)

Einige Wochen nach den Rotkreuz-Attacken, bombardierten die VSA in Kabul das Büro von Al Jazeera und richteten Schäden am nahegelegenen Büro der BBC an. Der Al Jazeera-Geschäftsführer erklärte damals, man hätte wiederholt das amerikanische Militär über den Standort seines Büros informiert.

Al Jazeera Büro, Bagdad, (8. April 2003) Irak

Bald nach dem Beginn der VS-geführten Invasion im Irak, bombardierten die VSA die Bagdader Büro von Al Jazeera und töteten den Reporter Tarek Ayoub und verletzten einen anderen Journalisten. David Blunkett, der britischer Innenminister zu der Zeit war, hatte den Premierminister Tony Blair ein paar Wochen zuvor zu dem Angriff gedrängt und gefordert, den Sender in Bagdad zu bombardieren.

Palestine Hotel, Bagdad, der Irak (8. April 2003)

Am selben Tag als das Al Jazeera-Büro in Bagdad 2003 bombardiert wurde, feuerte ein amerikanischer Panzer eine Granate auf die 15. Etage des Palestine Hotels, wo die meisten ausländischen Journalisten untergebracht waren. Zwei Reporter wurden getötet. Taras Protsyuk, ein Kameramann für Reuters und Jose Couso, ein Kameramann des spanischen Netz Telecinco. Eine Untersuchung durch das "Committee to Protect Journalists" kam zu dem Schluss, dass der Angriff absichtlich geschah und vermeidbar gewesen wäre.

Abertausende weitere "Kollateralschäden" sind hier nicht erwähnt, die mehr als 30 Millionen Opfer in den Zivilbevölkerungen gefordert haben. Für die Freie Welt muss klar sein, dass keiner dieser unter dem abstrakten Begriff "Kollateralschaden" abgehakten Morde und Zerstörungen, ungesühnt bleiben dürfen. Alle Verantwortlichen und die handelnden amerikanischen Soldaten, müssen gejagt, verfolgt, vor Gericht gestellt und zu lebenslangen Haftstrafen vor den Augen der Welt verurteilt werden.

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