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Fukushima: Tokio war am Rande einer nuklearen Katastrophe

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Fünf Jahre nach dem Tsunami hat der ehemalige japanische Premierminister zugegeben, das Land sei an einer „papierdünnen Spanne“ zu einer nuklearen Katastrophe gewesen.

In einem Interview mit „The Telegraph“ zum fünften Jahrestag der Tragödie, beschrieb Naoto Kan die Panik und Verwirrung auf den höchsten Ebenen der japanischen Regierung, als es mehrere Kernschmelzen im Fukushima Daiichi Atomkraftwerk gegeben hatte.

Er sagte, er habe damals überlegt die Hauptstadt Tokio zusammen mit allen anderen Bereichen innerhalb von 160 Meilen (ca. 260 Kilometer) von der Anlage zu evakuieren, und das Kriegsrecht auszurufen. „Die Zukunft der Existenz von Japan als Ganzes stand auf dem Spiel“, sagte er. „Etwas in dieser Grössenordnung, eine Evakuierung von 50 Millionen Menschen, wäre gewesen wie einen grossen Krieg zu verlieren.“

Kan machte in dem Interview darauf aufmerksam, dass der nukleare Unfall heute noch im Gange sei. „In den Reaktoren 2 und 3 sind die radioaktiven Brennstäbe noch da und geringe Mengen an radioaktivem Wasser fliessen jeden Tag aus dem Reaktor, trotz allem, was Tepco sagt.“

Naoto Kan erklärte, dass die Erfahrung aus der Katastrophe ihn von einem Befürworter der Atomkraft in einen überzeugten Gegner verwandelt habe. „Ich habe meine Ansichten um 180 Grad geändert“, so Kan gegenüber „The Telegraph".

Quelle

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