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Ex-Kanzler: „Berlin hat einen schweren Fehler begangen“

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Deutsche Truppen haben die Führung der NATO-Anaconda-2016-Kriegsspiele am 75. Jahrestag der deutschen Invasion der Sowjetunion übernommen. Das wird vom ehemaligen deutschen Kanzler Gerhard Schröder scharf kritisiert.

Berlin habe mit der Führung des NATO-Aufmarsches in der Nähe der russischen Grenzen am Jahrestag der Nazi-Invasion der Sowjetunion, einen schweren Fehler begangen, erklärte er in Österreich bei der Frühsommerveranstaltung der Deutschen Handelskammer in der Salzburger Residenz.

Im Bewusstsein dessen, dass Deutschland in den letzten 100 Jahren zweimal als Aggressor in Russland einfiel und 6 Mal mehr russische Zivilisten (30 Millionen) bestialisch ermordete als Juden (5 Millionen) und dafür fürchterlich von den Russen verprügelt wurde, klagte Schröder die Regierung Merkel für ihre bedrohliche Provokation an, die einen neuen Kalten Krieg oder noch schrecklicheres hervorrufen könnte.

Schröder ist schockiert über die drastische Veränderung der europäischen Politik gegenüber Russland. Berlin solle alles unternehmen, um die Beziehungen zu Moskau zu verbessern, so Schröder. Er hält auch die Sanktionen gegenüber Russland für falsch.„Wenn die deutsche Regierung die Sanktionen verlängern will, muss sie dies der Bevölkerung erklären“, so Schröder.

Vier weitere NATO-Bataillone an der russischen Grenze

Die NATO entsendet 4.000 zusätzliche Soldaten nach Osteuropa, so ihr Generalsekretär Jens Stoltenberg am Montag. „Wir werden zustimmen, durch Rotation vier robuste multinationale Bataillone in den baltischen Staaten und Polen zu stationieren.“

Die VSA, Deutschland und Grossbritannien werden 1000 Soldaten stellen. Kanada bestätigte ein weiteres Kontingent von 1000 Soldaten.

 

Bild: Outanxio/CCA SA 3.0

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