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Politiker nutzten "Waschfunktion" bei Google

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Manchmal gibt es Dinge im Internet zu lesen, die könnten den politischen Karriereweg behindern. Dagegen setzt die EU in Brüssel wie beim Vorbild China dann rigorose Zensur ein. Laut Google haben zahlreiche europäische Politiker und Regierungsbeamte das "Recht auf Vergessenwerden" genutzt, um 34000 Artikel über sich selbst aus den Suchergebnissen in Europa löschen zu lassen.

Das Recht, vergessen zu werden, ist tatsächlich ein "Recht, aus den Suchergebnissen gestrichen zu werden" und wurde 2014 vom Gerichtshof der Europäischen Union festgelegt. In dem Urteil hiess es, dass Google Links zu Material über eine Person entfernen muss, wenn diese Person dies verlangt, und wenn die Information "ungenau, unangemessen, irrelevant oder übertrieben" ist. Tausende europäische Politiker haben dies ausgiebig dazu benutzt, um sich wieder eine "Weisse Weste" zu verschaffen.

Politiker und Regierungsbeamte forderten, dass fast 34.000 Links aus Googles Suchergebnissen bereinigt werden sollten, und Prominente und andere nicht-staatliche Persönlichkeiten forderten mehr als 41.000 Löschungen von Links.

Google beklagt, dass dies eine Überdehnung der europäischen Rechtsprechung sei, die dazu führen könnte, dass Länder auf der ganzen Welt versuchen würden, ihre nationalen Zensurgesetze international anzuwenden.

 

Bild: © photogearch

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