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Niemand will die Contact-Tracing-App

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Der amerikanische Bundesstaat Utah hat am 1. Mai die Verfolgungs- und Überwachungs-App in Bezug auf die Ausbreitung des Coronavirus eingeführt. Einziges Problem, fast niemand will sie auf seinem Smartphone installieren.

Die Tracing-App, die mit COVID-19 infizierte Personen und alle, mit denen sie möglicherweise in Kontakt waren, ausfindig macht und Wochen, im Extremfall Menschen sogar Monate in häusliche Quarantäne bringen kann, kommt bei den Bürgern in Utah nicht gut an.

Die Regierung von Utah erklärte am 22. April, dass die App «Healthy Together» (Gemeinsam gesund bleiben) ein integraler Bestandteil sein werde, um den Staat wieder auf die Beine zu bringen: «Diese App wird den Mitarbeitern des öffentlichen Gesundheitswesens Informationen liefern, die sie brauchen, um die Pandemie zu verstehen und einzudämmen und den Bürgern zu helfen, wieder in das tägliche Leben zurückzukehren».

Der Bundestaat investierte 2,75 Millionen Dollar für den Kauf der App  und zahlt eine monatliche Wartungsgebühr von 300.000 Dollar. Aber bis zum 18. Mai hatten laut laut dem Hersteller der Tracing-App nur 45.000 der 3,2 Millionen Menschen des Bundesstaates die App heruntergeladen. Das sind etwas mehr als 1,5 Prozent der Bürger in Utah, berichtet BuzzFeed News.

Jetzt macht man sich über die Kosten Sorgen die den Haushalt von Utah belasten. Wie sich jetzt zeigt, ist der übertriebene politische Aktionismus offenbar an seine Grenzen gestossen und Utah ist vielleicht nicht besser dran als ohne die App.

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