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50.000 «Lebensgefährder» demonstrieren in Wien

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Ischgl oder Wien, die Ösis checken es einfach nicht. In Wien haben gestern 50.000 Menschen wegen des Todes des Amerikaners George Floyd demonstriert. Um die Abstandsregeln oder den Mundschutz kümmerte sich kaum einer.

Am Donnerstag haben sich in Wien rund 50.000 Menschen bei einer Demonstration versammelt, bei der es um den Tod des Amerikaners George Floyd ging und standen meist ohne Mundschutz dicht gedrängt beieinander. Eine der Organisatoren war die Bezirksvorsteherin des ersten Wiener Bezirkes, Mireille Ngosso von der rechtspopulistischen SPÖ. Sie ist eine Wiener Ärztin und zeigte sich unverantwortlich vor den Kameras völlig ohne Mundschutz umringt von vielen anderen Demonstranten.

Trotz des nach wie vor hohen Risikos an Coronavirus zu erkranken, standen die Menschen eng beieinander. Viele hatten den Mundschutz heruntergezogen oder trugen gar keinen. Erst kürzlich hatte Österreichs Gesundheitsminister Rudolf Anschober gewarnt, dass, wer sich nicht an die Anordnungen halte, «zum Lebensgefährder werde».

Dass diese Menschen ausgerechnet jetzt demonstrieren und nicht während der Amtszeit Barack Obamas, bei dem es 75 Prozent mehr Unruhen wegen Polizeigewalt und Rassismus gab, ist ein weiteres Armtszeugnis für Österreich.

 

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