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Umfrage: Basel-Städter fühlen sich weniger sicher

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Die Ergebnisse der fünften Bevölkerungsbefragung zeigen, dass die befragten Personen sehr gerne im Kanton Basel-Stadt leben und vor allem sehr zufrieden mit den Einkaufsmöglichkeiten, dem öffentlichen Verkehr und der Gesundheitsversorgung sind. Weniger zufrieden sind die befragten Personen mit den Parkplätzen in der Innenstadt und dem Wohnungsangebot. Mit dem Sicherheitsempfinden der Bevölkerung sieht es auch nicht gut aus.

Die Auswertung der fünften Bevölkerungsbefragung zeigt, dass 97% der befragten Personen sehr gerne oder eher gerne in Basel-Stadt leben. Die Lebensqualität wird auf einer 10er-Skala mit 7,7 bewertet. Besonders zufrieden sind die befragten Personen mit den Einkaufsmöglichkeiten, dem Angebot des öffentlichen Verkehrs sowie der Gesundheitsversorgung, wobei sich diese Einschätzungen seit der letzten Befragung 2011 nicht verändert haben. Eine eher geringe Zufriedenheit besteht beim Parkplatz- und dem Wohnungsangebot.

Auf die Frage, welches kulturelle Ereignis zuletzt besucht wurde, wurde am häufigsten ein Konzert, eine Theatervorstellung, die Fasnacht bzw. eine Vorfasnachtsveranstaltung oder ein Museum genannt. Im Vergleich zu den vergangenen Befragungen sind die befragten Personen zufriedener mit der Luftqualität und den Grünanlagen. Auch bei den Steuern zeichnet sich seit 2007 eine Verbesserung der Einschätzung ab. Waren 2011 rund 50% der befragten Personen der Meinung, die Steuern sollten gesenkt werden, so sind es in der aktuellen Befragung 37%.

Die Einschätzung der Sauberkeit ist ebenfalls besser geworden, jedoch hat sich die subjektive Sicherheitswahrnehmung verschlechtert. Das Sicherheitsempfinden im Alltag, nachts draussen im Quartier oder zu Hause ist 2015 schlechter als vier Jahre zuvor. Wie schon bei den Befragungen 2007 und 2011 wird die Sicherheit am häufigsten als grösstes Problem in Basel-Stadt genannt. Besser geworden seit 2007 sind hingegen die Einstellung zur Integration sowie die Einschätzung der eigenen wirtschaftlichen Lage. Hingegen machen sich mehr erwerbstätige Personen Gedanken über ihre Arbeitsstelle als noch 2011. Am meisten Gedanken machen sich Berufstätige über ihre persönlichen Entwicklungsperspektiven und die Sicherheit der Arbeitsstelle.

Zwei Drittel der befragten Personen fühlt sich von der Regierung sehr oder eher gut vertreten. Das sind weniger als vor vier Jahren. Von der Bevölkerung wird geschätzt, wie Probleme aufgenommen und zur Zufriedenheit der Mehrheit gelöst werden. Der Kontakt mit der kantonalen Verwaltung wird von 73,8% der Befragten positiv eingeschätzt. Hauptgrund für die positive Beurteilung sind die Freundlichkeit der Kontaktperson sowie die Bearbeitungsdauer. Mehr staatliche Leistungen vom Kanton wünschen sich die befragten Personen im Bereich Schulausbildung, einen Leistungsabbau im Bereich Strassenbau, vor allem eine bessere Koordination und weniger unnötige Baustellen.

Die fünfte Bevölkerungsbefragung fand zwischen dem 2. Februar und dem 1. April 2015 statt und wurde telefonisch vom Marktforschungsinstitut GfK Switzerland in Hergiswil durchgeführt. Von den rund 5 000 zufällig ausgewählten Bewohnerinnen und Bewohner des Kantons Basel-Stadt nahmen insgesamt 1 506 Personen an der Befragung teil. Rund 85% der interviewten Personen gaben an, dass sie die Befragung sehr sinnvoll oder eher sinnvoll finden. Im Vergleich zur letzten Befragung blieb dieser Wert konstant. Verglichen mit den Vorjahren waren viele Angeschriebene telefonisch nur schwer erreichbar.

Foto: © swisshippo - Fotolia.com

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