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Kanton BL: Gegen 350 Notrufe - heftige Gewitter und starker Regen

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Heftige Gewitter und starke Niederschläge im Kanton Basel-Landschaft bescherten am Mittwoch wie schon am Vortag, mehreren Feuerwehren sowie der Polizei Basel-Landschaft äusserst stressige Stunden. Über verletzte Personen ist bis zur Stunde nichts bekannt. Am Dienstag waren rund 50 Notrufe aus neun Gemeinden eingegangen, am Mittwoch lagen die Zahlen rund siebenmal höher.

Am Mittwoch ab 14:48 Uhr gingen in der Einsatzleitzentrale der Polizei Basel-Landschaft (Stand 21.10 Uhr) sowie in einer nächsten Phase direkt bei Feuerwehren insgesamt gegen 350 Notrufe aus 40 Gemeinden ein, was in diesen Gemeinden entsprechende Feuerwehraufgebote auslöste. 

Die Feuerwehren standen respektive stehen seit dann im Dauereinsatz, diese Einsätze werden (inklusive Aufräumarbeiten) noch mehrere Stunden und Tage andauern. Unterstützt werden die Feuerwehren von Regionalen Führungsstäben, Gemeindeführungsstäben sowie Zivilschutz. Insgesamt standen und stehen mehrere 100 Angehörige diverser Organisationen im Einsatz und leisten immense Arbeit.

Anfänglich waren ausschliesslich Gemeinden östlich von Pratteln betroffen. In einer zweiten Phase gab es auch Probleme in Gemeinden der Bezirke Arlesheim und vor allem auch im Laufental. Am meisten Notrufe gingen per 21.10 Uhr aus Frenkendorf (65), Liestal (40), Arisdorf (25), Pratteln, Lausen und Füllinsdorf (je 20) ein. 

In Frenkendorf BL brach eine Brücke ein und im Dorfzentrum stand das Wasser phasenweise hüfthoch. Zudem wurde ebenfalls in Frenkendorf eine Tiefgarage, in welcher sich noch mehrere Fahrzeuge befanden, komplett überflutet (siehe Foto). Im weiteren gab es an diversen Orten kleinere Erdrutsche, so zum Beispiel in Grellingen. Vorsicht ist geboten.

In den allermeisten Fällen wurden überschwemmte Räumlichkeiten (vorwiegend Keller) gemeldet, zudem gab es etliche Fälle von Bächen, welche über die Ufer traten, viel Wasser, das Abhänge herunter floss, sowie sehr viel Wasser auf diversen Strassen. 

Hochwasser herrschte auf verschiedensten Strassen, so auch im Bereich der Verzweigung Augst BL (Autobahnen A2 und A3). Wegen den Problemen im Bereich der Verzweigung Augst kam es zu Spursperrungen und daher aus allen Richtungen zu langen Staus mit Wartezeiten von über einer Stunde. 

Die Stauenden lagen in Fahrtrichtung Süden im Bereich der Landesgrenze zu Deutschland und Frankreich, in Fahrtrichtung Nord weit im aargauischen Fricktal respektive im Oberen Baselbiet.

Die ab 14.45 Uhr starken Regenfälle hielten bis gegen 17.00 Uhr an, danach beruhigte sich die Wetterlage zunehmend. Auf den Strassen, vor allem auf der Autobahn A2, gab es bis in den Abend hinein lange Staus. Die Aufräumarbeiten dürften noch mehrere Stunden und Tage andauern.

Der insgesamt entstandene Sachschaden ist enorm, lässt sich aber zur Stunde nicht näher beziffern.

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