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Gefährliche Reinigung von Asbestzementdächern

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In den letzten Tagen hat das Amt für Umweltschutz und Energie (AUE) Hinweise aus der Bevölkerung erhalten, wonach in der Region Basel-Landschaft wie schon im Jahr 2013 Firmen unterwegs sind, welche Eigentümern von Einfamilienhäusern an der Haustür Dach- und Fassadenreinigungen anbieten. Gemäss diesen Hinweisen wurden asbesthaltige Dachplatten mit Wasserhochdruck ohne entsprechende Schutzmassnahmen abgestrahlt. Dies ist nicht zulässig, weil dadurch gesundheitsschädigende Asbestfasern abgetragen und in der Umgebung verteilt werden.

Als asbesthaltig gelten namentlich die häufig schwarz eingefärbten Dach- und Fassadenschieferplatten mit Herstellungsjahr bis etwa 1984 sowie Wellplatten aus Asbestzement ("Welleternit") mit Herstellungsjahr bis circa 1990.
 
Aus baulicher Sicht ist eine Reinigung von asbesthaltigen Dach- oder Fassadenplatten in der Regel nicht nötig. Ist eine Reinigung trotzdem gewünscht, so erfolgt sie am besten durch eine feuchte Reinigung mit Spachtel und Bürste. Eine Reinigung mit Wasserhochdruck ist nur dann zulässig, wenn mit einer Einhausung gearbeitet wird. In jedem Fall müssen die asbesthaltigen Rückstände nach der Reinigung sauber gesammelt und korrekt entsorgt werden.
 
Bezüglich Asbestzementdächer sei noch darauf hingewiesen, dass von ihnen gemäss Untersuchung des Bundesamts für Umwelt im Normalfall keine gesundheitliche Gefährdung ausgeht. Gefährliche Asbestfasern werden erst dann freigesetzt, wenn asbesthaltige Platten mechanisch bearbeitet werden.
 
Generell wird von Tür-Verkäufen ohne klar definierte Offerte dringend abgeraten. Wenn Zweifel über die Zulässigkeit der offerierten Reinigungsmethode bestehen, empfiehlt es sich, Kontakt mit dem Amt für Umweltschutz und Energie aufzunehmen.
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