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Neues Abfallsammlungssystem für Stadtberner ?

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Künftig soll die Bevölkerung der Stadt Bern Papier, Büchsen, Aluminium, Kunststoffe und Glas zuhause in verschiedenfarbigen Säcken sammeln und diese in einem einzigen Container entsorgen können. Um die Machbarkeit des geplanten «Farbsack-Trennsystems» sowie dessen gesellschaftliche und politische Akzeptanz zu prüfen, plant Entsorgung + Recycling einen Pilotversuch.

Mit der Einführung des sogenannten Farbsack-Trennsystems will die Stadt Bern den veränderten gesellschaftlichen und betrieblichen Bedürfnissen Rechnung tragen. Die Leute sollen die Abfälle künftig zuhause in unterschiedlichen Säcken getrennt sammeln und in einem Container abholen lassen können. Das neue System ermöglicht einen schrittweisen Verzicht auf die überlasteten Quartierentsorgungsstellen und ist zudem aus ökologischer Sicht sinnvoll: Damit werden ideale Voraussetzungen geschaffen, um die Recyclingquote in der Stadt Bern weiter zu erhöhen. Ursula Wyss meint dazu: «Der Nutzen und der erhöhte Komfort des neuen Sammel-Systems überzeugen. Das bringt mehr Umweltschutz, ist kundenfreundlicher und belastet die Gesundheit unserer Mitarbeitenden weniger. Die Stadt Bern leistet mit der Einführung des Farbsack-Trennsystems schweizweit Pionierarbeit».

Zuerst als Pilotversuch

Die geplante Art der Abfallsammlung gibt es in der Schweiz nicht. Bereits erfolgreich eingesetzt wird das System hingegen in 16 europäischen Städten, unter anderem in Oslo/Norwegen oder Nantes/Frankreich. Nach dem Willen des Gemeinderats soll nun in Bern ab Mitte 2018 ein einjähriger Pilotversuch mit Freiwilligen durchgeführt werden, um die Praxistauglichkeit, die Akzeptanz in der Bevölkerung und die Wirtschaftlichkeit zu testen. Weiter soll der Versuch zeigen, wie viele Container bei einer stadtweiten Einführung benötigt werden und wie viele Standplätze auf privatem oder öffentlichem Grund zu liegen kommen. Erst die Erfahrungen aus dem Versuch werden es erlauben, ein Umsetzungskonzept zu erarbeiten und zu entscheiden, ob das neue System von der Bevölkerung akzeptiert wird und stadtweit eingeführt werden soll.

Für den Pilotversuch hat der Gemeinderat zuhanden des Stadtrats einen Investitionskredit von 130’000 Franken und einen Verpflichtungskredit von 565’000 Franken verabschiedet.

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