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Kanton Bern soll Psychopharmaka an Minderjährige reduzieren

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Der Regierungsrat des Kantons Bern hat den Bericht «Radikale Reduzierung professionell verordneter und verabreichter Gewalt» zuhanden des Grossen Rates verabschiedet. Damit erfüllt er den Auftrag einer teilweise als Postulat überwiesenen Motion.

Demnach soll der Regierungsrat das Nötige unternehmen, um das Verabreichen von Psychopharmaka an Kinder und Jugendliche drastisch zu reduzieren. Gemeint ist namentlich die Therapie mit Methylphenidat wie beispielsweise Ritalin oder Concerta. Angewendet wird sie vor allem bei Kindern mit der Diagnose ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit und Hyperaktivitätsstörung).

Der Bericht führt die Zunahme solcher Therapien bis 2011 vor allem auf die steigende Bekanntheit und Akzeptanz der Behandlung zurück. Seither gebe es keine Anzeichen für einen weiteren Anstieg. Um die Anzahl medikamentöser Behandlungen stabil zu halten oder zu reduzieren, müssten sorgfältige Diagnosen gestellt und alle möglichen Behandlungsmöglichkeiten evaluiert werden.

Daneben sieht der Bericht auch die Schule als wichtiges Handlungsfeld, mit speziellen schulischen Arrangements und der Ausbildung von spezifisch geschulten Lehrkräften und Heilpädagogen.

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