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Stadt Bern: Zusammenarbeit von Miliz- und Berufsfeuerwehr

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Die Berufsfeuerwehr intervenierte im vergangenen Jahr insgesamt 2‘243 Mal, was einem theoretischen Durchschnitt von rund 6.1 Einsätzen pro Tag entspricht. Bei 76 Ereignissen mussten zur Verstärkung der Einsatzmannschaften Teile der dienstfreien Wache und/oder der Nachtwache und des Brandcorps alarmmässig aufgeboten werden.

Die Berufsfeuerwehr Bern rückte im vergangenen Jahr zu insgesamt 2‘243 Interventionen aus. Dies sind 25 Einsätze oder 1,1 % weniger als im Vorjahr (2‘268). Die Zahl der Einsätze liegt im 10-Jahresdurchschnitt (2‘235).

Die Steuerungsvorgaben der Stadt Bern sehen vor, dass die Berufsfeuerwehr gleichzeitig ein mittleres und ein kleines Ereignis bewältigen kann. Grössere, länger andauernde und/oder mehrere gleichzeitige Ereignisse führen immer wieder dazu, dass zu deren Bewältigung zusätzlich Angehörige der freiwilligen Feuerwehr aufgeboten werden. Diese Zusammenarbeit hilft mit, die Hilfestellung zugunsten der Berner Bevölkerung sicherzustellen. So erforderte auch im vergangenen Jahr die Bewältigung von 76 Ereignissen die Alarmierung zusätzlicher Feuerwehrleute: Es mussten 25 Mal dienstfreie Berufsfeuerwehrangehörige, 18 Mal Angehörige der Nachtwache und 55 Mal Angehörige des Brandcorps aufgeboten werden.

Brände

Die Brände im Bremgartenwald, in einem Hotel-Restaurant in Bümpliz, einem Hotel an der Papiermühlestrasse und in der Kehrichtverbrennungsanlage sowie – auf Kantonsgebiet – der Lagerhausbrand in Ittigen und der Bauernhausbrand in Rizenbach zählten zu den herausragenden Brandereignissen im Berichtsjahr.

Von den insgesamt 210 (231) Brandfällen betrafen 163 (192) das Gemeindegebiet Bern. Bei 47 (39) weiteren Bränden auf dem Kantonsgebiet kam die Berufsfeuerwehr Bern zur Verstärkung der jeweiligen Ortsfeuerwehr zum Einsatz.

In 630 (684) Fällen rückte die Berufsfeuerwehr aufgrund automatischer Alarmmeldungen aus. Davon erwiesen sich 41 (68) als Echtalarme, die eine Intervention durch die Einsatzkräfte erforderten.

Hilfeleistungen
Gegenüber dem Vorjahr (1‘378) wenig verändert waren die 1‘330 Hilfeleistungen (Personen- und Tierrettungen, Schnee-, Wasser-, Sturm- und Blitzschäden, technische Hilfeleistungen, Insekten etc.). Davon entfielen 1‘117 (1‘209) Einsätze auf das Gemeindegebiet, 213 (169) Hilfestellungen fanden ausserhalb der Gemeindegrenze statt. Die Zahl der Interventionen bei schweren Verkehrsunfällen mit Verletzten und toten Autoinsassen veränderte sich gegenüber dem Vorjahr kaum (38 gegenüber 39). 97 Einsätze betrafen Personen- und Tierrettungen respektive -befreiungen (71). Solche Einsätze werden immer wieder von Spezialisten der Berufsfeuerwehr geleistet; sei es als Rettungsspezialist Helikopter, als Höhen- und Tiefenretter oder bei Grosstierrettungen mit speziellem Gerät. Zahlreiche Einsätze betrafen Bienen, Wespen, Hummeln und Hornissen: 416 (371) Schwärme konnten eingefangen, umgesiedelt oder mussten vernichtet werden. Nach dem nasskalten Frühling konnten 46 (146) Bienenschwärme eingefangen und der Schwarmsammelstelle abgegeben werden.

Rettung für Grosstiere in Not

Ist in der Region Bern ein Nutztier in Not geraten, rückt die Berufsfeuerwehr Bern aus, auch weit über die Gemeindegrenze hinaus. Als Sonderstützpunkt für Grosstierrettungen verfügen die Feuerwehrangehörigen über die nötige Ausbildung, die Erfahrung und auch das richtige Material. So ist sichergestellt, dass die Tiere rasch und schonend in Sicherheit gebracht werden.

Im Berichtsjahr betrafen 12 Einsätze des Sonderstützpunkts Bern Grosstierrettungen, dies meist aus Jauchegruben. Aussergewöhnlich war ein Einsatz im November, als 27 Schweine aus einer Jauchegrube gerettet werden konnten.

Das Konzept „Grosstierrettung Kanton Bern“ ist anfangs Jahr, unter der Leitung des Feuerwehrinspektorats der Gebäudeversicherung Bern, umgesetzt worden. Die fünf Sonderstützpunkte Bern, Biel, Langenthal, Thun und Zweisimmen stellen im Verbund mit den Ortsfeuerwehren die Rettung von Grosstieren flächendeckend und rund um die Uhr sicher.

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