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Kanton Bern: 16 Anzeigen wegen Drogenhandel und Geldwäscherei

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Die Kantonspolizei Bern hat umfangreiche, seit Anfang 2018 geführte Ermittlungen im Zusammenhang mit dem internationalen Betäubungsmittelhandel abgeschlossen und dabei 16 Personen angehalten und angezeigt. Einem von ihnen wird gewerbsmässige Geldwäscherei zur Last gelegt.

Erste Hinweise hatten sich Anfang 2018 ergeben. Immer wieder waren im Zusammenhang mit Betäubungsmittelsicherstellungen Mietautos aus dem Betrieb eines 54-Jährigen im Kanton Bern wohnhaften Mann festgestellt worden. Erste Ermittlungen zeigten, dass in der Garage kaum Reparaturarbeiten getätigt, aber regelmässig Autos gehandelt und vermietet wurden.

Die in der Folge unter der Leitung der Staatsanwaltschaft für besondere Aufgaben eingeleiteten Ermittlungen erhärteten den Verdacht auf Aktivitäten im schweizweiten und internationalen Drogenhandel. Im zweiten Halbjahr 2018 konnten bei zwei Aktionen drei Drogenkuriere albanischer Nationalität aus dem Umfeld des 54-Jährigen angehalten und der Justiz zugeführt werden. Im Rahmen der beiden Aktionen wurden mehr als ein Kilogramm Heroingemisch und rund 12 kg Streckmittel sowie mehrere tausend Franken Bargeld sichergestellt. Über die italienischen Behörden konnte zudem in Erfahrung gebracht werden, dass der 54-jährige Beschuldigte mehrere zehntausend Franken aus der Schweiz ausgeführt und in Italien an Dritte übergeben haben dürfte.

Die anschliessend verstärkten Überwachungsmassnahmen zeigten, dass sich der Beschuldigte täglich mit Drogendealern aus der ganzen Schweiz traf, Geld einsammelte und dieses nach Italien ausführte. Gestützt auf die Überwachung wurden mehrere gezielte Kontrollen von Fahrzeugen und Personen aus seinem Umfeld durchgeführt. Dabei wurden insgesamt rund 2,5 kg Heroingemisch, ca. 50 Gramm Kokain und 4 kg Streckmittel sowie über 100'000.- Franken Bargeld sichergestellt. In dieser Ermittlungsphase wurden insgesamt zwölf Personen albanischer Nationalität wegen Drogendelikten angehalten und bei der Staatsanwaltschaft angezeigt.

Am 1. April 2019 erfolgte die Anhaltung des Beschuldigten 54-Jährigen Italieners und eine Hausdurchsuchung an dessen Wohnort. Parallel dazu wurden Hausdurchsuchungen in der vorgenannten Garage ausserhalb des Kantons Bern und in zwei vom Beschuldigten regelmässig aufgesuchten Wohnungen in Turin (IT) durchgeführt. Dabei wurden Bargeld und Geschäftsunterlagen sichergestellt. Gestützt auf die umfangreichen Ermittlungen besteht der Verdacht, dass der 54-jährige Beschuldigte gewerbsmässig agierte. Er befindet sich in Untersuchungshaft und wird sich, gestützt auf die nun abgeschlossenen Ermittlungen, wegen qualifizierter Geldwäscherei vor der Justiz verantworten müssen.

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