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Kantonale Asylunterkunft: Schliessung der GOPS Aarau

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Die Geschützte Operationsstelle (GOPS) des Kantonsspitals Aarau wird nur noch bis Ende Juni als kantonale Asylunterkunft genutzt. Damit wird die letzte unterirdische Unterkunft im Kanton aufgelöst.

Die GOPS Aarau wurde im Dezember 2015 als letzte der 4 GOPS im Kanton Aargau als temporäre Asylunterkunft in Betrieb genommen. Aufgrund der hohen Zuweisungszahlen von asylsuchenden Personen ab Frühling 2015 musste der Kanton ab Sommer 2015 unterirdische und temporäre mobile Unterkünfte in Betrieb nehmen.

Letzte unterirdische Unterbringung wird aufgelöst
Nachdem die beiden GOPS in Muri und Laufenburg bereits im Sommer 2016 geschlossen werden konnten, wurde die GOPS in Baden Ende März 2017 ausser Betrieb genommen. Die unterirdische Unterkunft im Kommandoposten Liebegg wurde ebenfalls aufgelöst.

Die aktuelle Lage erlaubt nun auch die Auflösung der GOPS in Aarau, der letzten unterirdischen Unterkunft des Kantons. Die verbleibenden Bewohner werden auf die bestehenden oberirdischen kantonalen Unterkünfte verteilt. Mit der Schliessung der GOPS Aarau wird das bei der Inbetriebnahme abgegebene Versprechen eingelöst, die GOPS zu schliessen, sobald die Situation dies zulässt.

Konstruktive Zusammenarbeit mit Partnern
Die Unterkunft in der GOPS Aarau mit maximal 350 Plätzen für asylsuchende Männer war seit Beginn durchgehend fast vollständig belegt. Der Kantonale Sozialdienst bedankt sich beim Kantonsspital und den Behörden für die konstruktive Zusammenarbeit sowie auch bei der Bevölkerung für die wohlwollende Haltung und das grosse Engagement im Freiwilligenbereich.

Keine Entspannung bei der Unterbringung von Asylsuchenden im Kanton
Die Auslastung der kantonalen Unterkünfte für Asylsuchende ist weiterhin hoch. Zwar waren die Zuweisungszahlen 2016 im Vergleich zum Vorjahr tiefer, aber die Anzahl an Asylsuchenden, die in kantonalen Unterkünften auf einen Asylentscheid warten, bleibt anhaltend hoch: aktuell sind 1857 Asylsuchende in kantonalen Unterkünften untergebracht (Stichtag 5. April 2017). In der warmen Jahreszeit muss ausserdem mit einem saisonal bedingten Anstieg der Asylgesuche gerechnet werden.

Sollte die Zahl der Asylgesuche plötzlich und unerwartet sehr stark ansteigen, wird der Kanton die Lage neu beurteilen und eine erneute Inbetriebnahme der unterirdischen Anlagen prüfen.

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