Home | Nachrichten | Regional | Mittelland | Aargauer Amt für Verbraucherschutz veröffentlicht Jahresbericht

Aargauer Amt für Verbraucherschutz veröffentlicht Jahresbericht

Schriftgrösse: Decrease font Enlarge font

Das Amt für Verbraucherschutz (AVS) veröffentlicht auch für das Jahr 2016 Informationen über seine Tätigkeiten sowie die Ergebnisse der durchgeführten Kontrollen aus den Bereichen Lebensmittelkontrolle, Veterinärdienst und Chemiesicherheit.

 

Zu den Aufgaben des AVS gehören der Schutz der Menschen vor schädlichen Einflüssen durch Lebensmittel und Gebrauchsgegenstände. Es sorgt ebenfalls für die Gesundheit und das Wohlergehen der Tiere sowie für einen korrekten Umgang mit Chemikalien und Organismen. Das AVS bildet in diesem Sinn ein Kompetenzzentrum für Mensch, Tier und Umwelt in den genannten Bereichen.

Die wichtigsten und auffälligsten Zahlen und Fakten aus dem Jahr 2016 im Überblick:

  • 2016 wurden rund 3400 Inspektionen in Betrieben mit Lebensmitteln und Gebrauchsgegenständen durchgeführt. In 57 Prozent der Fälle war das Ergebnis gut, in den restlichen Fällen wird die Inspektionsfrequenz aufgrund der Ergebnisse erhöht.
  • Die im Jahr 2013 eingeführten Betriebshygiene-Kontrollen in Verpflegungsbetrieben zeigen Wirkung: Während bei Einführung noch knapp 20 Prozent der Betriebe bei der Erstkontrolle ungenügend waren, waren dies 2016 nur noch knapp 10 Prozent; die Quote konnte also halbiert werden.
  • Wenig erfreulich sind die Ergebnisse der untersuchten Pfefferproben: In 4 von 16 Proben handelte es sich entweder gar nicht um Pfeffer, war der Pfeffer mit Reismehl gestreckt oder erheblich mit Fremdmaterial verunreinigt.
  • Untersuchungen der Pestizidanalytik zeigten auf, dass über 40 Prozent der Grünteeproben Überschreitungen der zugelassenen Höchstwerte aufwiesen. Keine Überschreitungen wurden hingegen bei Fruchtgrundstoffen festgestellt.
  • Im Bereich der Gebrauchsgegenstände gaben insbesondere Fasnachtskostüme Grund zu Beanstandungen. 2 der 12 untersuchten Kostüme mussten wegen ihrer Brennbarkeit und der dadurch entstandenen Gesundheitsgefährdung vom Markt genommen werden.
  • Eine eher ungewöhnliche Trinkwasserverunreinigung entstand durch Mäuse, die in ein Reservoir einwanderten und ertranken.
  • Im vergangenen Jahr wurden 623 Primärproduktions-Kontrollen (inklusive Nachkontrollen) auf Landwirtschaftsbetrieben durchgeführt. Die Ergebnisse führten zu insgesamt 17 vorübergehenden Milchliefersperren.
  • Schweizweit wurden 2016 insgesamt 1347 Fälle von meldepflichtigen Tierseuchen registriert, rund ein Viertel davon waren Fälle der Sauerbrut der Bienen. Auch im Kanton Aargau war die Sauerbrut der Bienen für rund die Hälfte der 58 gemeldeten Tierseuchenfälle verantwortlich.
  • Dank den unverzüglich verordneten Schutzmassnahmen des Bundesamts für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen konnte eine Ausbreitung des Vogelgrippevirus H5N8 verhindert werden.
  • Von den rund 400 durchgeführten Kontrollen in Tierhaltungen mussten rund 50 Prozent der Heimtierhaltungen und 30 Prozent der Nutztierhaltungen beanstandet werden. In 76 Fällen erfolgte eine Anzeige an die Strafverfolgungsbehörde und es wurden 5 Tierhalteverbote ausgesprochen.
  • Gemäss Meldung der Aargauer Gemeinden waren im Berichtsjahr 38'398 Hunde als taxpflichtig gemeldet. Der Veterinärdienst erhielt 571 Meldungen über Vorfälle mit Hunden. Wegen Verstössen gegen das Hundegesetz wurde in 95 Fällen eine Strafanzeige eingereicht.
  • Im Bereich der Chemiesicherheit hat sich gezeigt, dass insbesondere bei der Sachkenntispflicht von Personen, die Chemikalien an Privatpersonen abgeben, erhebliche Mängel bestehen.
  • Im Rahmen der kantonalen Sparmassnahmen wurden die Ressourcen der Koordinationsstelle Neobiota massiv gekürzt. 2017 muss daher neu definiert werden, wie die verbleibenden Ressourcen optimal eingesetzt werden können.

Ein Faktenblatt mit den wichtigsten Eckdaten zum Jahresbericht sowie der vollständige Jahresbericht 2016 stehen im Internet unter Verbraucherschutz Jahresberichte & Publikationen zum Herunterladen zur Verfügung.

 

hinzufügen zu: Add to your del.icio.us del.icio.us | Digg this story Digg
  • email An einen Freund versenden
  • print Druckversion
  • Plain text Klartext
Tags
Keine Tags für den Artikel vorhanden
Umfrage: Visafreiheit Ukraine
Die EU hat jetzt die Visafreiheit für die Ukraine beschlossen. Was halten Sie davon?