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Erhöhte Nachfrage nach STI-Tests im Kanton Freiburg

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Die Freiburger Fachstelle für sexuelle Gesundheit (FFSG) und das Centre Empreinte nutzen den alljährlichen Welt-Aids-Tag vom 1. Dezember, um infolge einer wachsenden Nachfrage ihr Angebot von Tests auf die sexuell übertragbaren Infektionen (STI) mit Chlamydien, Tripper und Syphilis zu erweitern. Auf dem Georges-Python-Platz in Freiburg wird das Centre Empreinte mit einem Informationsstand vertreten sein.

2015 und 2016 hat sich in der Schweiz der zwischen 2008 und 2014 registrierte Trend zur Rückläufigkeit der Neuinfektionen mit dem HI-Virus nicht fortgesetzt. Schweizweit leben rund 20'000 Personen mit dem HI-Virus. 2016 wurden 542 Neuinfektionen diagnostiziert, dies ist gegenüber dem Vorjahr ein Anstieg von 1%. Die Fälle sexuell übertragbarer Infektionen (STI) nahmen in den letzten Jahren signifikant zu, dies betrifft vor allem die Ansteckung mit Syphilis und Gonorrhö (Tripper) mit 800 bzw. 2400 Fällen im Jahr 2016 (200 bzw.800 im Jahr 2006).1

Die Freiburger Fachstelle für sexuelle Gesundheit (FFSG) und das Centre Empreinte stellen seit einigen Jahren fest, dass die Nachfrage der Freiburger Bevölkerung nach STI-Tests laufend zunimmt. Aus diesem Grund erweitern die beiden Fachstellen ab dem 1. Dezember 2017 ihr Angebot und bieten nicht nur Aids-Schnelltests an, sondern auch Tests auf die sexuell übertragbaren Infektionen mit Chlamydien, Tripper und Syphilis.

Wie die Aids-Tests werden die STI-Tests in einem streng vertraulichen Rahmen durchgeführt, in Verbindung mit einem Beratungsgespräch, das der Information, Begleitung und Orientierung der Personen rund um Fragen zu HIV und STI dient sowie den persönlichen Kontext und andere Aspekte im Zusammenhang mit der sexuellen Gesundheit berücksichtigt.

Die Aids-Hilfe Schweiz (AHS) lädt die Bevölkerung ein, aktiv an der Aids- und HIV-Bekämpfung mitzuwirken, sich testen zu lassen und ihre Solidarität mit HIV-positiven Menschen zu zeigen. Gemäss der AHS2 stossen die Trägerinnen und Träger des HI-Virus stets auf Vorurteile und Diskriminierung (Mobbing und Entlassungen am Arbeitsplatz; Outing in Social Media, Ablehnung durch das Umfeld usw.) und leiden unter den unerwünschten Nebenwirkungen der lebenslang einzunehmenden Medikamente.

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