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Rekordwert bei Selbstanzeigen im Kanton Aargau

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Im 2018 wurden beim Kantonalen Steueramt 1'182 Selbstanzeigen wegen Steuerhinterziehung erstattet. Zur Nachbesteuerung angemeldet wurden Vermögen mit einem Gesamtwert von 287 Millionen Franken. Für den Kanton und die Gemeinden resultierten daraus zusätzliche Steuereinnahmen in der Höhe von 12,8 Millionen Franken.

Seit 2010 gilt in der Schweiz die sogenannte kleine Steueramnestie. Demnach kann jeder und jede Steuerpflichtige einmal im Leben eine Selbstanzeige wegen Steuerhinterziehung tätigen. Er bzw. sie muss dann zwar Nachsteuern und Verzugszinsen bezahlen, jedoch keine Bussen.

Im Kalenderjahr 2018 wurden beim Steueramt des Kantons Aargau 1'182 Selbstanzeigen erstattet. Damit wurde die Rekordzahl des Vorjahres (1'113 Selbstanzeigen) nochmals knapp übertroffen. Zur Nachbesteuerung angemeldet wurden vor allem in- und ausländische Bankguthaben und Wertschriftendepots sowie auch zahlreiche ausländische Liegenschaften. Der Gesamtwert des im Jahr 2018 zur Nachbesteuerung angemeldeten Vermögens belief sich auf 287 Millionen Franken und übertraf damit den Rekordwert des Vorjahres um 5 Millionen Franken. Die im vergangenen Jahr erledigten Selbstanzeigen brachten dem Kanton und den Gemeinden gesamthaft rund 12,8 Millionen Franken und dem Bund rund 3,2 Millionen Franken an zusätzlichen Steuereinnahmen.

Die grösste Selbstanzeige betraf im Jahr 2018 ein bislang der Besteuerung vorenthaltenes Vermögen im Gesamtwert von rund 8 Millionen Franken. Allein aus dieser einzelnen Selbstanzeige resultierten Nachsteuern und Verzugszinsen im Gesamtbetrag von rund einer halben Million Franken. Der Grossteil der Selbstanzeigen betrifft kleinere Vermögenswerte im Bereich von 200'000 Franken und weniger.

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