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Kanton und Stadt St. Gallen stellen Tramplanung zurück

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Der Kanton und die Stadt St.Gallen sehen zum heutigen Zeitpunkt keinen dringenden Handlungsbedarf, ein Tram in der Stadt St.Gallen zu planen. Der Entscheid basiert auf finanziellen, städtebaulichen und verkehrstechnischen Faktoren. Die Option Tram wollen Kanton und Stadt jedoch langfristig offen halten.

Stadt und Kanton St.Gallen kommen zum Schluss, dass die nötige Transportkapazität gestützt auf die aktuellen Szenarien in den kommenden 20 bis 25 Jahren auch mit einem leistungsfähigen Bus-System bewältigt werden kann. Ein Tram-System ist in diesem Zeitraum aufgrund der erwarteten Entwicklung nicht notwendig. Die Kapazität der Stadt- und Regionalbusse kann auf den Hauptachsen weiter ausgebaut werden, ohne dass sich die Busse gegenseitig behindern.

Ein Tram-System würde gegenüber einem gleichwertigen Bus-System erheblich mehr kosten. Die Mehrkosten würden unter Berücksichtigung eines Bundesbeitrages (40 Prozent) fünf bis 15 Millionen Franken betragen. Das würde eine Erhöhung der jährlichen Abgeltungen des Kantons und der Gemeinden von rund fünf bis 18 Prozent bedeuten. Diese markanten Mehrkosten lassen sich aus Sicht von Stadt und Kanton auch nicht durch städtebauliche und siedlungspolitische Überlegungen rechtfertigen.

Ein Bus-System ist flexibler und kann schneller auf Veränderungen des Strassenraums reagieren. Baustellen an Strassen und Werken haben geringere Auswirkungen auf ein Bus- als auf ein Tram-System. Dazu kommt, dass ein Tram aus Kostengründen weniger dicht verkehren würde als ein Bus. Der Bus bietet den Passagieren also einen dichteren Takt. Ebenso benötigt der Bus keine Schienen, was zum einen tiefere Infrastrukturkosten zur Folge hat und zum anderen die Sturz- und Unfallgefahr vor allem für Velofahrende reduziert. Schliesslich können starke Steigungen mit Bussen deutlich besser bewältigt werden als mit dem Tram.

Passagieraufkommen wird beobachtet

Die Option Tram soll jedoch langfristig offen gehalten werden. Wenn künftig entlang der möglichen Hauptachse gebaut wird oder Plätze neu gestaltet werden, wollen Kanton und Stadt eine mögliche Tramführung berücksichtigen

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