Home | Nachrichten | Regional | Ostschweiz | Bündner Mädchenparlament überreicht fünf Petitionen

Bündner Mädchenparlament überreicht fünf Petitionen

Schriftgrösse: Decrease font Enlarge font
image

Gestern wurde im Grossratssaal mit Herzblut debattiert. 101 Oberstufenschülerinnen aus dem ganzen Kanton diskutierten vor zahlreichem Publikum Anträge, die sie zuvor in Kommissionen erarbeitet hatten. Ein neues Video der Standeskanzlei zeigt spannende Eindrücke des Mädchenparlaments 2017.

Gespannt hörten Eltern, Lehrpersonen und weitere Interessierte den Nachwuchspolitikerinnen zu und waren beeindruckt von deren Engagement. Besonders intensiv wurden die Themen Mobbing, Gleichstellung und Flüchtlinge diskutiert.

Engagierte und gut informierte Mädchen
Es zeigte sich, dass sich die Mädchen äussert engagiert und mit viel Freude in der parlamentarischen Arbeit übten. Erstaunlich ist auch wie gut vorbereitet und informiert die Mädchen nach Chur reisten. Dies führte zu vielen interessanten und gehaltvollen Voten. Das Publikum konnte viel Talent und Potenzial für die allfällig künftige politische Arbeit erkennen.

Zu kleiner Frauenanteil im Parlament
Die Sitzungsleiterin Grossrätin Vera Stiffler betonte in ihrer Begrüssungsrede die Wichtigkeit einer ausgewogenen Vertretung der Geschlechter im Parlament. Dieses sollte ein Abbild der Gesellschaft sein, doch mit einem Frauenanteil von lediglich 19,6 Prozent erfülle man diesen Anspruch nicht. Auch die verschiedenen Altersgruppen seien unzureichend vertreten. Umso wichtiger sei es, die jungen Frauen schon früh für die Politik zu begeistern. Dies scheint am gestrigen Mädchenparlament gelungen zu sein.

Resultat einer engagierten Debatte

Insgesamt verabschiedeten die Schülerinnen fünf Anträge, die sie in Form von Petitionen der Standesvizepräsidentin Tina Gartmann-Albin zuhanden des Grossen Rates überreichten, mit folgenden Titeln:

- Mobbing an Bündner Schulen geht zu weit
- Einfachere und schnellere schulische Integration
- Verstärkung des Frauenanteils in Politik und Wirtschaft
- Verbesserung der Chancengleichheit
- Vielfältige Lehrstellen in Randregionen schaffen

Tatkräftig unterstützt wurden die Mädchen von Grossrätinnen und Grossräten. Als Mentorinnen und Mentoren betreuten sie die Teilnehmerinnen während den Kommissionssitzungen und sorgten dafür, dass die Anträge auch den qualitativen Anforderungen gerecht werden, damit sie im Grossen Rat entsprechend behandelt werden können.

Spannende Eindrücke in die Debatte gibt auch ein Video zum Mädchenparlament 2017. Die Standeskanzlei hat die wichtigsten Momente festgehalten.

hinzufügen zu: Add to your del.icio.us del.icio.us | Digg this story Digg
  • email An einen Freund versenden
  • print Druckversion
  • Plain text Klartext
Tags
Keine Tags für den Artikel vorhanden
Umfrage: Religiöse Rücksicht
Der deutsche Discounter Lidl hat in Fotos zu Werbezwecken aus Rücksicht auf Moslems Kreuze aus Bildern von Kirchen entfernt. Was denken Sie darüber??