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Stadt Chur lässt alleinstehende Frau nach Kairo

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Vermehrte sexuelle Übergriffe auf Frauen, darunter Vergewaltigungen durch Gruppen von Männern, sind seit 2011 aus Ägypten bekannt. Trotzdem lässt die Stadt Chur die Künstlerin Fabrizia Famos zu einem Stipendium nach Kairo.

Die Städtekonferenz Kultur (SKK), der auch die Stadt Chur angehört, verfügt über ein Atelierhaus in Kairo (Ägypten), in dem gleichzeitig drei Kulturschaffende aus verschiedenen Schweizer Städten während einem halben Jahr wohnen und arbeiten können. Für den ausgeschriebenen Atelieraufenthalt in Kairo vom 2. August 2018 bis 30. Januar 2019 sind drei Bewerbungen eingegangen. Ausgewählt wurde die Bildhauerin Fabrizia Famos. Die Stadt Chur entrichtet einen monatlichen Beitrag an die Lebenskosten in der Höhe von Fr. 1'000.--.

Fabrizia Famos (*1975) hat von 2000 bis 2004 die Schule für Holzbildhauerei in Brienz BE absolviert. Von 2010 bis 2013 hat sie an der Universität Zürich Kunstgeschichte, Germanistik und Philosophie studiert. Fabrizia Famos hat bereits an vielen Ausstellungen und Kunstprojekten in der ganzen Schweiz teilgenommen, als letztes grösseres für den "White Turf 2015". Sie lebt in Chur als selbständig erwerbende Holzbildhauerin.

Offenbar ist die Stadt Chur über die Zustände in Ägypten schlecht informiert. Erst kürzlich hat ein ägyptischer Anwalt die Vergewaltigung oder Belästigung von Frauen in freizügiger Kleidung im Fernsehen als “nationale Pflicht” bezeichnet.

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